Hinz: EU darf beim Klima- und Umweltschutz nicht nachlassen

Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) bei einer Veranstaltung. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

28. April 2020 - 17:30 Uhr

Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) appelliert gemeinsam mit zehn weiteren grünen Landesministern an die EU-Kommission, bei der Umwelt- und Klimaschutzpolitik nicht nachzulassen. In einem Brief an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordern die Ressortchefs, den Green Deal zeitnah und konsequent umzusetzen. Teil dieses Plans ist auch das Ziel der EU, bis 2050 klimaneutral zu sein.

Insbesondere in den Bemühungen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu bewältigen, dürfe die Klimakrise nicht aus den Augen verloren werden, mahnte Hinz. Das Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad müsse wegweisend bleiben. "Uns erfüllen dennoch Meldungen mit Sorge, dass die EU-Kommission erwägt, einige wichtige Initiativen zu verschieben", erklärte Hinz. Es sei nachvollziehbar, dass die aktuelle Situation eine Neubewertung von Prioritäten erforderlich mache. "Dennoch bin ich überzeugt, dass eine nachhaltige Umwelt- und Agrarpolitik zentraler Grundstein für den wirtschaftlichen Aufschwung sein sollte."

Von der Leyen warb am Dienstag ebenfalls darum, an den Klima- und Umweltplänen der EU festzuhalten. "Wenn wir den europäischen Green Deal als Kompass nutzen, können wir aus der Krise dieser Pandemie eine Chance machen", sagte sie in einer Videobotschaft. Am Montag und Dienstag berieten Minister aus rund 30 Ländern unter Leitung der Bundesregierung darüber, wie sich die Wiederbelebung der Wirtschaft in der Krise und Klimaschutz zusammenbringen lassen. Der jährliche Petersberger Klimadialog fand erstmals als Videokonferenz statt.

Quelle: DPA