Hintergrund: Was ist eine Drohne?

Mit der Aibot X6-Drohne können Hochspannungsleitungen kontrolliert werden
© Jens Distelberg, Jens Distelberg - www.jensdistel

06. September 2012 - 16:19 Uhr

Kampfjetpiloten steuern Drohnen

Im Gegensatz zu ferngesteuerten Modellflugzeugen sind Drohnen fähig, selbständig (autonom) ohne menschliche Kontrolle zu fliegen. Der Pilot kann sich so mit anderen Dingen beschäftigen. Das kann das Steuern der montierten Kamera sein oder die Bedienung von verschiedenen Sensoren. Falls das UAV technische Probleme hat oder in Turbulenzen gerät, ist der Pilot in der Lage, über eine Steuerung jederzeit die Kontrolle zu übernehmen.

In der Regel orientieren sich Drohnen mithilfe von GPS-Signalen. Über die Kontrolleinheit kann so vor dem Start die Flugstrecke durch Wegpunkte festgelegt werden. Diese fliegt die Drohne dann autonom an. Außerdem beherrschen Drohnen verschiedene Flugmanöver wie Kreise fliegen oder auf der Stelle schweben. Selbstverständlich sind meist auch die eigenständige Landung und der Start. Wo diese Manöver erfolgen, wird ebenfalls durch Wegpunkte festgelegt.

Aus den autonomen Fähigkeiten einer Drohne zu folgern, jeder könnte Pilot eines UAVs sein, ist jedoch falsch. Je größer ein UAV ist, desto schwieriger ist seine Steuerung. Bei Klein- und Kleinstdrohnen, die nur wenige Meter über dem Boden fliegen, ist die Steuerung per Hand noch relativ einfach. Viele dieser Drohnen sind Copter-Varianten. Sie fliegen also wie Hubschrauber mit relativ niedrigen Geschwindigkeiten. Mittlere und große Drohnen, die meist wie Flugzeuge fliegen, sind deshalb erheblich schwieriger in ihrer Handhabung. Nicht nur bei der Bundeswehr sind deshalb die Piloten der größeren Drohnen (EuroHawk, Heron) ehemalige Kampfjetpiloten.