Hinterbliebene wollen US-Klage wegen Germanwings-Absturz

Steinerne Gedenkstele mit der Aufschrift "In Erinnerung an die Opfer des Flugzeugunglücks vom 24. März 2015" im französischen Le Vernet.
Steinerne Gedenkstele mit der Aufschrift "In Erinnerung an die Opfer des Flugzeugunglücks vom 24. März 2015" im französischen Le Vernet.
© dpa bildfunk

12. Oktober 2015 - 11:31 Uhr

"Sehr restriktive Verhalten" der Lufthansa

Familien der Germanwings-Absturzopfer wollen in den USA auf Entschädigung klagen. Mit großer Mehrheit hätten sich die Hinterbliebenen der Opfer dafür ausgesprochen, ihre juristischen Vertreter mit einem entsprechenden Mandat zu versehen, sagte Luftfahrt-Anwalt Elmar Giemulla. Seine Kanzlei vertritt 39 Familien, die bei dem Absturz von Flug 4U9525 über den französischen Alpen einen Angehörigen verloren haben.

"Die Stimmung war eindeutig", sagte Giemulla. Weil man gegen das "sehr restriktive Verhalten" der Lufthansa-Anwälte in Deutschland nicht weiterkomme, sprachen sich die Angehörigen seinen Angaben nach dafür aus, auch in den USA für Entschädigungen zu streiten.

Ob die Familien nun tatsächlich mit einer Klage vor ein US-Gericht ziehen werden, sei aber weiter offen: "Wir werden nun erstmal auf dieser Grundlage weiter mit der Gegenseite verhandeln", sagte Giemulla. Über die genauen Pläne sei mit den Angehörigen Stillschweigen bewahrt worden.