Hinrunden-Abschluss: Wolfsburg überwintert nach Last-Minute-Sieg gegen Augsburg auf Rang fünf

Yannick Gerhardt traft gegen Augsburg in der 89. Minute zum 3:2-Endstand.
Yannick Gerhardt traft gegen Augsburg in der 89. Minute zum 3:2-Endstand.
© Bongarts/Getty Images, Bongarts, ap

23. Dezember 2018 - 21:05 Uhr

Wolfsburg mit der perfekten Woche - TSG im Alu-Pech

Der Abschluss der Hinrunde hatte es noch einmal in sich. Wolfsburg krönte mit einem Last-Minute-Sieg gegen den FC Augsburg die Englische Woche mit dem dritten Dreier. Im zweiten Sonntagsspiel scheiterte Hoffenheim gegen Mainz dreimal am Pfosten (35./70./90.+1) und einmal an der Latte (28.). So liegt nur ein Punkt unterm Weihnachtsbaum.

Wölfe mit der besten Hinrunde seit vier Jahren

Lange sah es so aus, als würde der VfL Wolfsburg nach einer verspielten 2:0-Führung beim FC Augsburg nur einen Punkt mitnehmen - bis zur 89. Minute. Doch ein sehenswerter Konter, eingeleitet durch einen präzisen Abschlag von Torwart Koen Casteels, brachte doch noch den 3:2-Gästesieg. Renato Steffen flankte präzise und der eingelaufene Yannick Gerhardt drückte den Ball über die Linie.

Damit hat Wolfsburg eine perfekte Englische Woche hinter sich. Schon gegen den 1. FC Nürnberg und den VfB Stuttgart hatte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia je drei Punkte geholt. Durch den Last-Minute-Sieg gegen Augsburg spielten die Wölfe die beste Hinrunde seit vier Jahren und springen auf Rang fünf. "Wir sind total happy. Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit hingelegt und es geschafft, Augsburg laufen zu lassen", freute sich Labbadia nach der Partie und fügte hinzu: "Man merkt, was für ein Vertrauen die Mannschaft in sich hat, dass sie sich kurz schüttelt und zurückkommt. Wir gehen mit einem sehr, sehr guten Gefühl in die Weihnachtspause."

Hoffenheim wieder nur Remis - "Die Unentschieden gehen mir auch auf den Sack,"

Scheiterte in der Nachspielzeit am Pfosten: Vincenzo Grifo.
Scheiterte in der Nachspielzeit am Pfosten: Vincenzo Grifo.
© dpa, Uwe Anspach, ua hak

Im zweiten Sonntagsspiel - und der gleichzeitig letzten Bundesliga-Partie des Jahres - trennten sich Hoffenheim und der FSV Mainz 05 mit 1:1 (1:1). Die TSG erwischte in einer unterhaltsamen Partie den besseren Start. Den ersten guten Hoffenheim-Angriff verwandelte Kerem Demirbay (11.) sehenswert. Doch die 05er hatten nur fünf Minuten später nach Fehler von Vogt die passende Antwort durch Mateta parat.

Der zweite Abschnitt war weniger temporeich, Hoffenheim blieb die etwas bessere Mannschaft mit den gefährlicheren Aktionen. Doch Ishak Belfodil (70.) und Vincenzo Grifo (90.+1) scheiterten am Pfosten. Am Ende ließ die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann zu viele Chancen liegen und verpasste einen Sprung in der Tabelle. "Ich denke, wir sind Tabellenführer der Bundesliga, was das Herausspielen von Chancen betrifft. Wenn wir davon ein paar mehr verwerten, befinden wir uns in einer ganz anderen Punkteregion, als wir es momentan der Fall ist", sagte Nagelsmann.

Das Alu-Pech hat den Dreier unterm Weihnachtsbaum für Europacup-Anwärter TSG Hoffenheim verhindert. "Das Spiel ist ein Abbild unserer Hinrunde gewesen: viel investiert, wenig Ertrag. Was die Einstellung nach unserem Spiel unter der Woche angeht, hat alles gestimmt, aber zu 100 Prozent zufrieden sind wir heute nicht", zeigte sich der Hoffenheim-Trainer enttäuscht.  Für Hoffenheim war es das sechste Remis in Folge. "Die Unentschieden gehen mir auch auf den Sack, wenn ich ehrlich bin", sagte Torschütze Kerem Demirbay.