Hinrichtung verhindert: Indonesien zahlt saudischer Familie Blutgeld

4. April 2014 - 19:04 Uhr

Der indonesische Staat zahlt 1,8 Millionen Dollar "Blutgeld", um eine in Saudi Arabien zum Tode verurteilte Hausangestellte zu retten. Die 41-Jährige sollte in den kommenden Tagen enthauptet werden, weil sie 2007 ihren saudischen Arbeitgeber tötete. Die Indonesierin hatte erklärt, nach einer Misshandlung durch den Mann in Notwehr gehandelt zu haben. Indonesien hatte ursprünglich erklärt, das "Blutgeld" in der verbleibenden Zeit nicht einsammeln zu können. Für die Frau hatten sich dann aber Prominente und Menschenrechtsgruppen eingesetzt. Dadurch kam die Regierung in Jakarta in Zugzwang.

Nach saudischem Recht können Angehörige von Getöteten Blutgeld verlangen, wenn das Leben eines Verurteilten verschont werden soll. Die saudische Familie hatte ursprünglich vier Millionen Dollar verlangt, war nach jahrelangen Verhandlungen aber auch mit weniger zufrieden.