Unterstützung in der Krise für Reiseveranstalter

EU-Kommission genehmigt Corona-Hilfen für Tui

Die EU-Kommission hat die Staatshilfen des Bundes für Tui genehmigt.
Die EU-Kommission hat die Staatshilfen des Bundes für Tui genehmigt.
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05. Januar 2021 - 11:50 Uhr

Reisekonzern bekommt Milliarden-Hilfe vom Bund

1,25 Milliarden Euro- so hoch sollen die Hilfen des Bundes für den angeschlagenen Reisekonzern Tui ausfallen. Die EU-Kommission gab nun grünes Licht für die Hilfsgelder, mit denen Tui gerettet werden soll. Derweil ruhen die Hoffnungen beim Reisekonzern auf den Impfungen und den Urlaubs-Sommer 2021.

Rettung von Tui sei "angemessen und erforderlich"

Die Reisebranche leidet, ist sie doch eine der Branchen, die am härtesten von den Corona-Maßnahmen betroffen ist. Einreisebeschränkungen, Quarantäneregeln und die Angst der Menschen zu reisen, sorgt für Stillstand bei Hotels und Reiseveranstaltern. Deutschlands größtem Reiseveranstalter, der Tui, geht es da nicht anders. Dem niedersächsischen Tourismuskonzern brach der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um fast 11 Milliarden Euro ein. Tui steckt in einer tiefen Krise. Doch für den coronageplagten Konzern gibt es nun weitere Hoffnung: Die EU-Kommission genehmigte Staatshilfen des Bundes in Höhe von 1,25 Milliarden und macht damit den Weg für die Rettung von Tui frei. "Erforderlich, geeignet und angemessen" sei das Hilfspaket der Bundesregierung, begründet die zuständige Wettbewerbskommissarin der EU, Margrethe Vestager, die Genehmigung der Hilfsgelder. Nur so könne eine "beträchtliche Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats" verhindert werden.

Aktionäre müssen Hilfspaket noch zustimmen

Die Staatshilfe für den weltgrößten Reiseanbieter Tui ist Teil eines großen Unterstützungspakets, an dem auch private Investoren beteiligt sind. Insgesamt beläuft sich die Summe der Hilfen auf rund 4,8 Milliarden Euro. Schon im Sommer erhielt der Reisekonzern Unterstützung vom Bund. Damit die Hilfsgelder endgültig fließen können, müssen am Mittag die Aktionäre noch zustimmen. "Das Finanzpaket enthält Komponenten, die von der Hauptversammlung genehmigt werden müssen", erklärte Tui-Chef Fritz Joussen. "Dazu gehört unter anderem die Kapitalerhöhung über rund 500 Millionen Euro." Mit der Ausgabe weiterer Aktien will Tui so zusätzliches Geld einsammeln.

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Hoffnung auf Sommer 2021

Neben den Hilfen vom Bund, setzt Tui voll auf den Impfstoff und eine daraus resultierende Entspannung der Pandemie in Richtung Sommer. Denn wenn immer mehr Menschen geimpft sind, könnten die Reise- und Beherbergungsbeschränkungen gelockert werden und Urlaub würde wieder wahrscheinlicher. "Es gibt Licht am Ende des Tunnels und die Perspektiven für den Tourismus und für Tui sind gut." Mit dieser Hoffnung will sich Tui und die gesamte Branche in den Sommer retten.