Von der Polizei mutmaßlich erschossen

Hier wütet der Hammer-Randalierer (25) durch Wuppertal

09. Dezember 2019 - 19:13 Uhr

Randalierer demoliert Dutzende Autos in Wuppertal

Mit Hammer hat der 25-Jährige am späten Samstagnachmittag Dutzende Autos in der Wuppertaler Innenstadt demoliert. Als die Polizei eintraf, soll er die Beamten mit dem Hammer angegriffen haben. Daraufhin hätten die Polizisten auf den Randalierer geschossen. RTL liegt das beängstigende Handyvideo eines Augenzeugen vor. Darauf ist zu sehen, wie der 25-Jährige auf die parkenden Autos einschlägt.

"Der läuft hier mit dem Hammer rum und zerstört Autospiegel"

07.12.2019, Nordrhein-Westfalen, Wuppertal: Polizisten sind auf einer abgesperrten Straße im Einsatz. Bei einem Polizeieinsatz haben Beamte am Samstag einen Mann mit Schüssen tödlich verletzt. Nach ersten Erkenntnissen hatte der 25-jährige Wuppertale
Noch ist unklar, was genau nach dem Eintreffen der Polizei geschehen ist.
© dpa, Blaulicht Aktuell Solingen

Völlig unbeirrt steht der Mann in schwarzer Kapuzen-Jacke auf einem Bürgersteig vor einem silberfarbenen Pkw. In der rechten und einen in der linken Hand hält er jeweils einen Hammer. Dann holt er aus und schlägt mit voller Wucht den Außenspiegel des parkenden Autos kaputt. "Hallo, was soll das?", ruft ein Augenzeuge im Video. Mehrere Stimmen sind zu hören. Den 25-Jährigen scheint das nicht zu kümmern, er geht zum nächsten Auto und haut wieder mit dem Hammer gegen den Spiegel - so der Reihe nach.

Im Video ist die Stimme einer Frau zu hören, sie telefoniert offenbar mit der Polizei. "Der läuft hier mit dem Hammer rum und zerstört Autospiegel", sagt sie. Währenddessen schwenkt der Augenzeuge das Handy nach links und zeigt mehrere demolierte Fahrzeuge.

Obduktion soll Todesumstände klären

Noch ist unklar, was genau nach dem Eintreffen der Polizei geschehen ist. Am Montag halten sich die Beamten zum Vorfall noch bedenkt. Eine Obduktion der Leiche sei angeordnet worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Ergebnis stehe noch genauso aus wie das der Blutuntersuchungen des Opfers auf Drogen. Außerdem werden noch Augenzeugen vernommen, heißt es. 

Nach ersten Erkenntnissen wurden die Polizisten nach dem Eintreffen am Tatort von dem 25-Jährigen mit dem Hammer bedroht. Es fielen mehrere Schüsse, der Getroffene starb später im Krankenhaus. Er sei der Polizei bereits bekannt gewesen und durch Straftaten aufgefallen, sagte der Staatsanwalt.

Viele Fragen nach Schüssen in Wuppertal offen

Wie viele Schüsse fielen, ob ein oder mehrere Beamte schossen, ob sie Warnschüsse abgaben und wo das Opfer getroffen wurde - blieb zunächst unklar. Aus Gründen der Neutralität übernahm die Polizei Hagen die Ermittlungen.