Zwei Bekannte des Opfers festgenommen

Hier verlässt einer der mutmaßlichen Mörder die Trauerfeier von Maria K. (†18)

17. April 2019 - 15:03 Uhr

Die beiden Männer sollen während der Andacht gelacht und gepöbelt haben

Skrupelloser geht es kaum: Erst sollen Nicolas K. (19) und Niko G. (21) die schwangere Maria K. aus Usedom ermordet und dann, um vermutlich von sich abzulenken, die Trauerfeier der erstochenen 18-Jährigen besucht haben. Im Video ist zu sehen, wie einer der beiden Tatverdächtigen die Kirche verlässt. Laut Zeugen haben sie während der Andacht ihr Opfer sogar verhöhnt.

Polizei nimmt zwei Freunde von Maria fest

Wie ein dunkler Schatten liegt der grausame Mord an der schwangeren Maria K. über der Ostseeinsel Usedom. Seit Wochen leben die Menschen in Angst, weil der Mörder der 18-Jährigen unter ihnen sein könnte. Und die Angst ist wohl begründet, denn das Mordrätsel scheint nun gelöst zu sein: Die Polizei hat am Dienstag zwei Männer in Zinnowitz festgenommen. Es soll sich um Nicolas K. (19) und Niko G. (21) handeln, offenbar Freunde von Maria. Nicolas soll sogar mit ihrer besten Freundin zusammen gewesen sein.

Die jungen Männer sollen die schwangere 18-Jährige in der Nacht zum 19. März 2019 in ihrer Wohnung erstochen haben. Ihnen wird gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen. Die Indizien seien sehr belastend. Die Tatwaffe, laut Staatsanwaltschaft ein Messer, ist bis heute nicht gefunden worden. Beide sollen polizeibekannt sein.

Sie sollen sogar Fotografen bedroht haben

Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, waren die beiden Tatverdächtigen sogar auf der Trauerfeier der getöteten Maria am 3. April anwesend. Sie hätten gemeinsam in der letzten Reihe gesessen, neben Alex, dem angeblichen 16-jährigen Vater von Marias ungeborenem Kind. Von Trauer sei aber keine Spur gewesen: Die beiden hätten während der Andacht laut gesprochen, gelacht und sogar Pressevertreter bedroht. "Seh ich ein Bild von mir in der Zeitung, kriegst du auf die Fresse", soll Niko G. zu einem Fotografen gesagt haben.

Und während Marias Angehörige und Bekannte Kerzen vorne am Altar anzündeten, seien die drei in der letzten Bank sitzen geblieben. Einer von beiden soll sich nach der Andacht eine Zigarette im Gotteshaus gedreht haben.