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Heute gründet sich die neue Anti-Euro-Partei AfD

Heute gründet sich die neue Anti-Euro-Partei AfD

Die Alternative für Deutschland (AfD) Gründung
Die Alternative für Deutschland (AfD) fordert das Ende des Euro. Sie hält auch eine Rückkehr zur D-Mark für möglich.
dpa, Roland Weihrauch

Experten glauben nicht an Einzug in den Bundestag

Sie setzen auf den Frust der Deutschen über Europa und wollen mit ihrer neuen Partei in den Bundestag. Mehr als 1.500 Anhänger der eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) sind in Berlin zu einem Gründungskongress zusammengekommen. Die Partei, in der auch viele ehemalige CDU-Anhänger organisiert sind, fordert das Ende des Euro. Sie hält auch eine Rückkehr zur D-Mark für möglich.

Um den Austritt aus der Eurozone zu erzwingen, soll Deutschland weitere Hilfskredite für Krisenländer verweigern. Die Alternative für Deutschland strebt den Einzug in den Bundestag an. Insgesamt hat die Gruppierung derzeit gut 7.000 Mitglieder.

Auf dem Parteitag will sich die Alternative für Deutschland auch von rechtsextremen und ausländerfeindlichen Positionen abgrenzen. Die NPD hat am Rande des Kongresses eine Kundgebung angekündigt. Zum Parteisprecher soll der Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke (50) gewählt werden.

In einer jüngsten Umfrage hatten 24 Prozent der Wahlberechtigten erklärt, sie könnten sich vorstellen, für die neue Partei zu stimmen. Experten geben der Alternative für Deutschland aber wenig Chancen, in den Bundestag einzuziehen.