Experten sehen im Essen von Insekten eine Lösung des Welthungerproblems

Heuschrecken, Mehlwürmer & Co.: Sind Insekten wirklich gesund? Und wie schmecken sie?

22. Januar 2019 - 22:47 Uhr

Für die Dschungelstars eine Strafe, für andere eine Delikatesse!

Wir geben es ja zu: Wenn unsere "Ich bin ein Star"-Kandidaten im australischen Dschungel Insekten und andere vermeintlich eklige Gerichte herunterwürgen müssen, sitzen wir hämisch lachend auf dem Sofa und freuen uns über unsere Tüte Kartoffelchips im Schoß. Dabei sehen viele Experten in Krabbelviechern wie Heuschrecken und Mehlwürmern den Food-Trend der Zukunft! Was ist dran an dem angeblich so gesunden und ressourcenschonenden Insektenessen? Wir sind dem mal auf den Grund gegangen.

Larven, Raupen und Co.? Nein danke!

Igitt, Insekten! Ekel und Angst vor Krabbeltieren wird uns quasi von Kindheit an anerzogen. Diese dann auch noch zu essen, kommt für die meisten nicht infrage - allerhöchstens als Mutprobe auf dem Schulhof (oder beim Dschungelcamp-Gucken).

In anderen Ländern ist es dagegen schon längst Gang und Gäbe, Insekten zu essen. Heuschrecken, Ameisen, Larven, Raupen und andere Insekten gelten an vielen Orten der Welt als Delikatesse. Und sollten - wenn es nach Insekten-Koch Frank Ochmann geht, auch in Deutschland auf die Speisekarten wandern. Im Video verrät er, warum wir uns nicht vor Insekten im Essen ekeln sollten.

Doch wie sollen die essbaren Krabbelviecher nun das Welthungerproblem lösen?

Rund 1.500 Insektenarten gelten als essbar. Und fast alle von ihnen haben ernährungswissenschaftlich gesehen enormes Potenzial. Grillen zum Beispiel enthalten mehr Protein und Kalzium als Kühe, Schweine oder Hühner - und dabei viel weniger Fett und Kalorien. Hinzu kommt, dass die Zucht von Insekten als Nahrungsmittel sehr viel weniger Platz, Energie und Ressourcen wie Wasser benötigt als die Haltung von anderen Nutztieren. Das reduziert den CO2-Fußabdruck und schont die Umwelt.

Aber wie schmeckt's denn nun?

Eine Frage bleibt aber noch: Wie schmecken Insekten denn eigentlich? Auf der Grünen Woche in Berlin haben sich Mutige für uns an das ungewöhnliche Essen gewagt. Wie es ihnen geschmeckt hat, verraten Sie im Video:

Wen der Anblick und die Konsistenz von Insekten bisher vom Probieren abgehalten hat, kann sie auch in verarbeiteter Form kosten. In Riegeln, im Burger oder sogar als Mehlwurmmehl in Pasta liefern Insekten Proteine, ohne dass wir beim Verzehr an die lästigen Krabbeltiere erinnert werden. Die Insekten-Pasta von Netto haben wir beispielsweise schon selbst probiert.