Ausflugsregionen erwarten Osteransturm

Osterferien: Hessens Regionen rüsten sich für Tagesausflügler

Die letzten Sonnenstrahlen des Tages geniessen Spaziergänger auf dem Plateau des Feldbergs im Taunus. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild
Die letzten Sonnenstrahlen des Tages geniessen Spaziergänger auf dem Plateau des Feldbergs im Taunus. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

01. April 2021 - 11:49 Uhr

Sorge vor Oster-Ansturm in Hessen

Für das Osterwochenende bereiten sich viele Ausflugsregionen in Hessen auf einen Besucheransturm vor. Zahlreiche Spaziergänger und Wanderer dürfte es zu beliebten Zielen ziehen, zumal so manchem nach dem monatelangen Lockdown und wegen fehlender Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten die Decke auf den Kopf fällt. Den Behörden bereitet das Sorgen. So sollen auf der Wasserkuppe an Ostern die Parkplätze gesperrt werden, um einen allzu hohen Besucherdruck wie an manchen Tagen im zurückliegenden Winter zu vermeiden.

Appell an Bürger: Hessische Ausflugsziele wie Rhön, Taunus und Eltville meiden

Selbstverständlich würden die Gastgeber in der Rhön eigentlich gerne Besucher und Urlauber empfangen - aber coronabedingt sei das zurzeit nicht möglich, sagte der Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Rhön GmbH, Bertram Vogel, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb appelliere man an Ausflügler, über Ostern nicht Hessens höchsten Berg anzusteuern, zumal es an Verpflegungsmöglichkeiten fehlt und sanitäre Anlagen geschlossen sind. Auch andere beliebte Freizeitziele wie das Rote Moor oder den Kreuzberg nahe Bischofsheim in der Rhön (Bayern) sollten Ausflügler möglichst meiden.

Die große Besucherzahl auf der Wasserkuppe habe zuletzt nicht nur die Ordnungsämter, sondern auch die Menschen in umliegenden Gemeinden vor Herausforderungen gestellt - von zugeparkten Rettungswegen bis hin zu Müll und Fäkalien an Wanderparkplätzen.

Auf dem Feldbergplateau im Taunus bereiten sich die Ordnungshüter auf einen Einsatz am Osterwochenende vor, wie die Bürgermeisterin der Gemeinde Schmitten, Julia Krügers (CDU), sagte. Auch die Verkehrswacht sei angefragt. "Diese würde das Plateau und die Parkplätze sperren, sobald alle Parkplätze ganz oben voll sind."

Mit vielen Besuchern rechnet auch die Stadt Eltville im Rheingau bei sonnigem Wetter am Osterwochenende, wie eine Sprecherin mitteilte. "Wir haben unsere Ordnungspolizei im Einsatz und auch der Betriebshof stellt einen Notdienst, um die vielbesuchten Orte am Rhein vom Müll zu säubern." Die Parkplätze seien offen. "Es gelten die üblichen Corona-Regeln und eine Maskenpflicht in ausgeschilderten engen Altstadtbereichen und der Fußgängerzone", erläuterte die Sprecherin. "Sollte der Ansturm zu groß werden, behalten wir uns weitere Maßnahmen vor."

Auch im Vogelsberg soll es auf den Parkplätzen, beispielsweise am Hoherodskopf, keine Einschränkungen oder Sperrungen geben, wie eine Sprecherin sagte. Zugleich verwies sie auf die geltenden Corona-Regeln. Und die Ausflügler müssen sich darauf einstellen, dass etwa Gastronomie-Betriebe wie überall in Hessen geschlossen sind.

In Nordhessen sind keine Sperrungen geplant, man setzt auf den Menschenverstand

Die Wintersport- und Ausflugsregion Willingen in Nordhessen erwartet über die Feiertage ebenfalls viele Besucher. Ob Skifahren angesichts der aktuell milden Temperaturen möglich sein wird, sei derzeit nicht sicher zu sagen, hieß es von der Tourist Information. Die Kabinenbahn sei in Betrieb, teilten die Betreiber mit. Allerdings gelten auch hier Corona-Vorgaben wie das Einhalten von Abständen sowie das verpflichtende Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg, in dem neben Willingen auch der bei Ausflüglern und Urlaubern beliebte Edersee liegt, plant an Ostern keine Sperrungen touristischer Schwerpunkte oder der dazugehörigen Parkplätze oder ähnliches. Man rufe aber dringend dazu auf, dass die Menschen auch über die Feiertage möglichst zu Hause bleiben und sich an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln sowie Kontaktbeschränkungen halten. Ähnlich wie im bundesweiten Trend sei auch in Waldeck-Frankenberg wieder ein deutlicher Anstieg des Infektionsgeschehens zu verzeichnen, den es nun unbedingt einzudämmen gelte.

Quelle: DPA