Schulstart am 22. Februar

Hessens Erstklässler müssen nun auch Maske tragen

Ab dem 22. Februar müssen alle Schüler in Hessen Maske im Unterricht tragen - auch die jüngsten.
Ab dem 22. Februar müssen alle Schüler in Hessen Maske im Unterricht tragen - auch die jüngsten.
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12. Februar 2021 - 7:26 Uhr

Hygieneregeln an Schulen verschärfen sich - Maskenpflicht für Grundschüler

Zwar bleibt es beim Lockdown bis zum 7. März, allerdings gibt es erste Lockerungen für Schüler und Kita-Kinder. Das Land Hessen möchte so vermeiden, dass die Jüngsten bei der Bildung abgehängt werden. Ab dem 22. Februar starten die Klassen eins bis sechs in den Wechselunterricht, die Kitas nehmen wieder den eingeschränkten Regelbetrieb ein. Allerdings gibt es auch neue Einschränkungen: So müssen künftig auch schon Hessens Erstklässler eine Maske tragen, das verkündete Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Eine medizinische Maske sei jedoch nicht erforderlich, Kita-Kinder müssten nach wie vor keine Masken tragen.

Was bedeutet "Wechselunterricht"?

Die Durchführung von Corona-Regelungen an Schulen und Kitas ist Ländersache, demnach geht jedes Bundesland anders mit den erneuten Inbetriebnahmen der Bildungseinrichtungen um. Eine Übersicht über die Schulstarts nach Bundesland geordnet gibt es hier.

Beim geplanten Wechselunterricht an den Schulen ab dem 22. Februar für die Klassen eins bis sechs soll nach Vorgaben des Kultusministeriums so viel Präsenzunterricht wie möglich für so viele Schüler wie möglich angeboten werden. Dabei sei sicherzustellen, dass der Schwerpunkt auf den Fächern Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache und - in der Grundschule - Sachunterricht liege, heißt es in einem Schreiben an die Schulleitungen.

Bei Wechselunterricht werden die Schulklassen aufgeteilt. Eine Hälfte wird in der Schule unterrichtet, die andere Hälfte lernt zu Hause. Die Gruppen tauschen tage- oder wochenweise. So werden Kontakte reduziert und Abstände können besser eingehalten werden. Die Schulen können laut Ministerium ihre spezifischen Modelle flexibel den vor Ort gegebenen räumlichen, personellen und organisatorischen Gegebenheiten anpassen.

Distanzunterricht bleibt ab der siebten Klasse bestehen

Wechselunterricht sei auch eine spürbare Entlastung für die Familien und die Betreuungssituation zuhause, erklärte Lorz. Zudem gebe es weiter eine Notbetreuung für Kinder von Alleinerziehenden oder aus Familien, in denen beide Elternteile arbeiten. Ab der siebten Klasse bleibt es in Hessen - mit Ausnahme der Abschlussklassen - vorerst bei Distanzunterricht. "Falls der Trend zur Reduzierung der wöchentlichen Inzidenzwerte anhält, planen wir, auch sie so bald wie möglich wieder in die Schulen zurückzuholen", erklärte Lorz.

Die Vorgaben zum regelmäßigen Lüften gelten weiterhin. "Weil es aber wegen der aktuellen Temperaturen, insbesondere in Ost-, Mittel- und Nordhessen nicht überall konsequent möglich ist, haben dort die Schulen für einige Tage teilweise auf Distanzunterricht umgestellt", teilte ein Ministeriumssprecher mit.

Quelle: DPA/rtl.de