Sandra Funk-Gerhardt aus dem Vogelsbergkreis in großer Sorge

Raubtier im eigenen Garten - Zweifache Mutter begegnet Wolf am Pool

Wolf
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© dpa, Julian Stratenschulte, jst cul jol

07. Oktober 2020 - 10:46 Uhr

Wolf zeigt überhaupt keine Menschenscheu

Dass der Wolf zurück in Deutschland ist, wissen wir inzwischen. Dass er sich auch gerne in der Nähe von Siedlungen aufhält, haben wir auch gehört. Aber dass man ihm im eigenen Garten begegnen könnte, darauf war Sandra Funk-Gerhardt aus dem mittelhessischen Vogelsbergkreis nicht vorbereitet. Beim Gassigehen mit Hund Tilda stand das zottelige Raubtier plötzlich vor der zweifachen Mutter.

Wolf springt plötzlich hinter dem Pool hervor

Mit ihrem Hund Tilda geht die 41-Jährige spät abends in den Garten. Gewohnheitsgemäß zur Sicherheit mit Taschenlampe in der Hand. Plötzlich springt ein Wolf hinter dem Pool hervor. Der Terrier reagiert überhaupt nicht, Sandra Funk-Gerhardt baut sich auf, schreit immer wieder "Hau ab!" und droht mit dem Flutlicht der Taschenlampe. Ein paar Meter vor ihr bleibt der Wolf schließlich stehen und zieht ab.

"Ich habe geheult vor Schreck"

Die Begegnung mit dem Raubtier hinterlässt Spuren bei der Hessin: Zitternd und weinend begibt sie sich zurück ins Haus. "Ich habe Angst um meine Kinder", sagt die Sachbearbeiterin. Auch ihren Hund sieht sie in Gefahr – vor allem, weil der Wolf so gar keine Scheu gezeigt und sich so nah an ihr Wohnhaus getraut habe.

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Es war nicht die erste Sichtung in der Gegend

Bereits um die 50 Mal berichteten Anwohner laut Bild im hessischen Örtchen Unter-Seibertenrod von Wolfssichtungen, doch die Verantwortlichen würden bisher nicht reagieren. Die Wölfin sei sogar schon neben Fahrradfahrern hergelaufen. Sandra Funk-Gerhardt sieht Maßnahmen als absolut notwendig, nachdem ihr das Tier so extrem nah kam.