"Praxistage" in Hessen

Vorgezogene Impfungen für Ärzte und medizinisches Personal

23. Februar 2021 - 17:48 Uhr

"Praxistage" an den kommenden Wochenenden

Laut hessischem Innenminister Peter Beuth (CDU) mache man landesweit "gute Fortschritte" bei den Impfungen gegen das Corona-Virus. Deshalb kann nun eine weitere Personengruppe unabhängig der vorgesehenen Reihenfolge frühzeitig geimpft werden: Die Ärzte und das medizinische Personal.

Etwa 80.000 Menschen können so frühzeitig geimpft werden

In Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landesärztekammer Hessen wird die Hessische Landesregierung zunächst allen Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischem Personal nach § 3 der Impfverordnung des Bundes die Möglichkeit eröffnen, sich am 27. und 28. Februar 2021 sowie am 6. und 7. März 2021 in den 28 Impfzentren mit Astrazeneca impfen zu lassen. Es handelt sich hierbei um bis zu 80.000 Personen, die von diesem Angebot Gebrauch machen können. Die Arztpraxen werden von den Impfzentren informiert. Die berechtigten Personen können sich direkt in den 28 Impfzentren ihre Schutzimpfung geben lassen.

Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) wertete diesen Schritt als wichtiges Signal "Die Ärztinnen und Ärzte sowie das medizinische Personal in den niedergelassenen Praxen sind gemeinsam mit unseren Kliniken die Grundpfeiler der medizinischen Versorgung der Bevölkerung", teilt er in einer Pressemitteilung mit.

Wer genau fällt unter diese Regelung?

Impfberechtigt für die sogenannten "Praxistage" sind nach § 3, Absatz 1, Nr. 5 der Impfverordnung des Bundes Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Infektionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren.

Unter Absatz 1 Nummer 5 fallen insbesondere Ärztinnen und Ärzte, Truppenärztinnen und Truppenärzte der Bundeswehr, Praxispersonal mit unmittelbarem Patientenkontakt, Klinikpersonal (Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal, Heilmittelerbringende, Hebammen), Personal der Blut- und Plasmaspendedienste, SARS-CoV-2-Testzentren, Mitarbeitende der Einsatzdienste von Hausnotrufanbietern, Personal in Justizvollzugsanstalten, Personal in Abstrichzentren, Forensische Psychiatrie sowie Personal in der stationären Suchtbehandlung bzw. Rehabilitation. Umfasst sind jeweils auch Auszubildende und Studierende mit unmittelbarem Patientenkontakt.