Hessen: Massenschlägerei in Flüchtlingsheim

28. September 2015 - 19:31 Uhr

Bundespräsident Gauck mahnt: "Unsere Aufnahmekapazität ist begrenzt."

In dem Flüchtlingsheim auf dem Gelände des alten Caldener Flugplatzes in Hessen ist es am Sonntagabend zu einer Massenschlägerei gekommen. Begonnen hatten die Auseinandersetzungen zwischen Pakistanern und Albanern schon mittags, bis sich später dann 70 auf der einen und 300 Menschen auf der anderen Seite gegenübergestanden. Bei der Schlägerei wurden 14 Menschen verletzt, darunter drei Polizisten.

Massenschlägerei im Flüchtlingsheim in Hessen
Bei einer Schlägerei in einer Flüchtlingsunterkunft in Hessen wurden 14 Menschen verletzt.
© dpa, Uwe Zucchi

Um die Lage zu beruhigen, wurden am späten Abend rund 100 Flüchtlinge woanders untergebracht. Eine getrennte Unterbringung nach Religionen, also von Christen und Moslems fordern nicht nur mehrere Unionspolitiker, sondern auch die Gewerkschaft der Polizei. So ließen sich Gewaltausbrüche verhindern.

Bundespräsident Joachim Gauck mahnt: "Unsere Aufnahmekapazität ist begrenzt, auch wenn noch nicht ausgehandelt ist, wo diese Grenzen liegen." Das Land stehe vor einer Aufgabe, für die es kein Vorbild gebe. Gauck sprach ganz konkrete Alltagsprobleme an: Fehlende Wohnungen etwa und nicht ausreichende Kita- und Schulplätze. Die Flüchtlinge forderte er auf, sich in die Gesellschaft einzubringen, eine deutliche Ansage gab es auch an mögliche Islamisten: Der Rechtsstaat dulde keine Gewalt.