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Hessen: Macht das Land Millionengewinn durch Bitcoin-Verkauf?

Hessen: Macht das Land Millionengewinn durch Bitcoin-Verkauf?

Verkauft Hessen beschlagnahmte Bitcoins?
Der Bitcoin-Boom könnte dem Land Hessen einen Geldregen bescheren.
DR/PKP, REUTERS, Dado Ruvic

Hessische Behörden könnten von Kursboom profitieren

Dem Land Hessen könnten unverhoffte Einnahmen ins Haus stehen. Vor drei Jahren beschlagnahmten hessische Behörden bei einer Razzia gegen die Online-Drogenmarktplattform 'Hydra' 126 Einheiten der Kryptowährung Bitcoin. Bevor der boomende Kurs einbricht, will das Land die Bitcoins nun möglichst schnell verkaufen - der Wert beläuft sich auf satte 1,9 Millionen Euro.

Bitcoins kommen aus Schließung eines Online-Drogenmarktplatzes

Der Verkauf der 2014 konfiszierten Bitcoins könnte ein äußerst lukratives Geschäft für Hessen werden. Der Wert lag damals bei etwa 50.000 Euro, doch durch die Kursexplosion der bekanntesten Internetwährung könnte das Land Hessen bei einem sofortigen Verkauf fast das Vierzigfache Euro verdienen.

Um nicht von Kursschwankungen überrascht zu werden, soll der Verkauf "in den nächsten Tagen stattfinden“, erklärte der Gießener Staatsanwalt Benjamin Krause von der Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität dem Berliner 'Tagesspiegel'. Dabei habe man nicht mit den Bitcoins spekuliert, sondern aufgrund der rechtlichen Voraussetzungen für einen Verkauf so lange warten müssen. Wie viele Bitcoins sich insgesamt im Besitz staatlicher Stellen befinden, ist bislang nicht bekannt. Das Bundeskriminalamt (BKA) will in Zukunft jedoch Daten dazu veröffentlichen.

Bitcoin ist die bekannteste Internetwährung. Laut CoinMarketCap, einer Website mit Daten zu Kryptowährungen, sind zurzeit Bitcoins im Wert von 270 Milliarden Dollar im Umlauf. Neben Bitcoin gibt es etwa 1.000 weitere Internetwährungen.