Hessen: Ein Schwerverletzter bei Brand in Flüchtlingsunterkunft

Im hessischen Heppenheim verletzt sich ein Bewohner schwer. Mit dem Sprung aus dem zweiten Stock wollte er sich retten.
Im hessischen Heppenheim verletzt sich ein Bewohner schwer. Mit dem Sprung aus dem zweiten Stock wollte er sich retten.
© dpa, Frank Rumpenhorst

04. September 2015 - 19:51 Uhr

Mann rettet sich durch Sprung aus dem Fenster

Bei einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft im hessischen Heppenheim ist ein Bewohner schwer verletzt worden, als er sich mit einem Sprung aus dem zweiten Stock ins Freie rettete. Weitere Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen.

Ob das Feuer absichtlich gelegt wurde oder versehentlich entstand, sei noch unklar, erklärte die Staatsanwaltschaft Darmstadt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei brach das Feuer mitten in der Nacht zum Freitag hinter der Eingangstür im Erdgeschoss aus. Dort stand mindestens ein Kinderwagen, der völlig ausbrannte. Einen technischen Defekt schlossen die Ermittler als Ursache aus.

Wie der Kreis Bergstraße mitteilte, waren in dem dreigeschossigen Gebäude 51 Menschen untergebracht, von denen 46 zum Zeitpunkt des Feuers zu Hause waren. Die Flüchtlinge stammen aus Äthiopien, Algerien, Irak, Libanon, Kongo, Nigeria, Türkei, Somalia und Syrien. Die Einrichtung war vorerst unbewohnbar, die Bewohner kamen beim Roten Kreuz unter und wurden dort betreut. Nach einer Grundreinigung sollen die Flüchtlinge aber rasch zurückkehren können. Die Stadt Heppenheim ging davon aus, dass die Menschen noch am Freitagabend wieder ihre Wohnungen beziehen könnten.

Auch Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte sich ein Bild von der Lage in Heppenheim gemacht.