Wie geht eigentlich wählen?

Bei der Juniorwahl testen Schüler den Wahlvorgang

16. September 2021 - 19:26 Uhr

Bundesweit in allen 16 Ländern, an aktuell 4512 Schulen

In vielen Schulen steht die Juniorwahl an. Das bedeutet eine unterrichtliche Vorbereitung mit abschließendem Wahlakt in der Woche vor der Bundestagswahl. Teilnehmen können die Klassenstufe 7 bis 13, überwiegend im Politikunterricht bzw. in politiknahen Fächern, aber auch fächerübergreifend. Unser Reporter Michael van Alst hat die August-Hermann-Francke-Schule in Gießen besucht, die an der Juniorwahl teilnimmt. Mehr dazu im Video.

Juniorwahl als Schülerprojekt
Symbolbild: Zetteleinwurf in die Wahlurne. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

Ein politisches Planspiel für Jungwähler

Die Juniorwahl ist ein handlungsorientiertes Konzept zur politischen Bildung an weiterführenden Schulen und möchte das Erleben und Erlernen von Demokratie ermöglichen. Im Rahmen von Landtags-, Bundestags- und Europawahlen werden Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler aufgefordert eine realitätsgetreue Wahlsimulation an ihrer Schule zu organisieren und durchzuführen. Wahlunterlagen und –materialien werden zur Verfügung gestellt um die Juniorwahl getreu abzubilden und nachzuspielen.

Ziel ist es das Interesse der Jugendlichen an Politik zu fördern

Das Projekt "Juniorwahl" möchte Schülerinnen und Schülern bewusst machen, dass die Teilnahme an Wahlen ein erster Schritt ist, zu einer umfassenderen politischen Beteiligung. In der unterrichtlichen Vorbereitung setzen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Wahlen und dem politischen System auseinander. Sie schlüpfen in ihre Favoriten-Partei und vertreten und bewerben sie. Durch die Organisation des Wahlaktes, die in der Hand der Schülerinnen und Schüler selbst liegt, können diese direkt erfahren, was es heißt Verantwortung für andere zu übernehmen. (sel)