Erste Handlung als Privatperson

Herzogin Meghan: Geht sie gerichtlich gegen die britischen Medien vor?

Herzogin Meghan fühlt sich von den britischen Medien falsch behandelt - deshalb hagelt es jetzt Unterlassungserklärungen.
© dpa, Andrew Milligan, esz hjb

23. Januar 2020 - 10:01 Uhr

Herzogin Meghan setzt sich durch

Ist das die erste Amtshandlung in ihrem neuen Leben als freie Frau? Nachdem Herzogin Meghan und Prinz Harry im Netz verkündet haben, dass sie dem Königshaus den Rücken zukehren und künftig keine royalen Pflichten mehr übernehmen werden, starten die beiden derzeit ihr neues unabhängiges Leben in Kanada. Bedeutet aber auch: das Medieninteresse wird weiter zunehmen, schließlich wollen alle ein Stück vom Kuchen abhaben - jetzt, wo Meghan, Harry und der kleine Archie Privatpersonen sind. Der einstigen Schauspielerin scheint das gar nicht zu schmecken. Sie macht kurzen Prozess und geht gerichtlich gegen die Presse vor.

Abmahnung an britische Medien

Während ihr Ehemann noch in Großbritannien geweilt und letzte Dinge geregelt hat, hat Meghan schon vor einigen Tagen gezeigt, wie gut ihr das neue Leben fernab des Königshauses steht. Gemeinsam mit Baby Archie hat sie sich ganz privat in einem Park im kanadischen Vancouver gezeigt - mit einem Riesengrinsen im Gesicht und selbstverständlich unter ständiger Beobachtung der Paparazzi. Etliche Fotos zeigen den "Suits"-Star ausgelassen und so happy wie schon lange nicht mehr.

Aber genau diese Bilder scheinen Meghan mächtig gegen den Strich zu gehen, zumindest, wenn sie von der britischen Presse abgedruckt werden. Mit denen hatte die Herzogin in den Monaten vor und nach ihrer Hochzeit keine guten Erfahrungen gemacht - man könnte regelrecht von Mobbing sprechen. Wie "TMZ" jetzt berichtet, sollen die Anwälte von Harry und Meghan deshalb am Dienstag einen Abmahnbrief an die britischen Zeitungen und Fernsehstationen gesendet haben, in dem angedroht wird, rechtliche Schritte einzuleiten, wenn oben genannte Bilder von Meghan und Archie veröffentlicht werden.

Vergleich mit Lady Dianas Tod

Da die Fotos bereits auf den Magazinen und Tageszeitungen Großbritanniens kursieren, werde es in jedem Fall zur Anzeige kommen, heißt es in der Unterlassungserklärung. Und er Anwalt geht noch einen Schritt weiter: "Es gibt ernsthafte Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Fahrverhaltens der Paparazzi und der damit verbundenen Lebensgefahr" - spielt er damit auf den tragischen Tod von Harrys Mama Lady Diana an? Die Ex von Prinz Charles war 1997 in Paris von Fotografen auf Motorrädern verfolgt worden und wenig später tödlich in einem Tunnel verunglückt. Ein Vorfall, aus dem alle gelernt zu haben scheinen.

So weit gehen die Paparazzi

Wie es in dem Bericht weiter heißt, sollen Paparazzi sich in Büschen verstecken und Meghan ausspionieren. Desweiteren sollen sie vor ihrem Anwesen auf Vancouver Island ein regelrechtes Camp eingerichtet haben, das mit Teleobjektiven ausgestattet ist. Von dort aus sollen sie das Haus und seine Bewohner rund um die Uhr genau beobachten - ein gravierender Eingriff in die Privatsphäre. Alleine das könnte Grundlage der Klage sein.

Übrigens: In England werden die Royals durch strenge Datenschutzgesetze davor geschützt, öffentlich fotografiert zu werden, wenn sie nicht im Dienste der Krone auftreten. Dieses Privileg wird den beiden mit ihrem Rückzug aus dem Königshaus vorerst nicht mehr zuteil.