Herzogin Meghan: Darum sorgt eine selbst zugeworfene Autotür für Aufregung

27. September 2018 - 19:55 Uhr

Kleine Handbewegung sorgt für große Aufregung

Es war eine reflexartige Handbewegung, mit der Herzogin Meghan auch jetzt noch für großen Wirbel sorgt - etwas, das auch Sie wahrscheinlich täglich tun: Die 37-Jährige schlug die Autotür hinter sich zu, als sie in London aus ihrer Limousine stieg. Was für jeden Normalsterblichen eine völlig gewöhnliche Handlung ist, ist für ein Mitglied der Royal Family quasi skandalös.

Oh Schreck! Meghan hat selbst die Tür zu gemacht

Es war der erste Solo-Auftritt von Herzoghin Megan als Mitglied des britischen Königshauses. Die Frau von Prinz Harry besuchte eine Ausstellungseröffnung in der britischen Hauptstadt. Die Limousine fuhr vor, jemand öffnete der Herzogin von Sussex die Autotür, sie stieg aus und bevor irgendjemand etwas tun konnte, warf sie die Tür mit elegantem Schwung selbst zu.

Nicht nur der Mann im Smoking, der den royalen Besuch begrüßte hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund, auch viele Briten waren "schockiert", wie die Boulevardzeitung "Express" schrieb und auch der "Mirror" erklärte, dass es weder Queen Elizabeth II noch Herzogin Kate jemals einfallen würde, so etwas in der Öffentlichkeit zu tun. Die Szene, die die ganze Aufregung verursachte, sehen Sie im Video.

Wozu das Drama um eine Autotür?

Aber warum darf Meghan eigentlich keine Autotür schließen? Genaugenommen hat die Herzogin das Protokoll gar nicht gebrochen. Zwar hat bisher kein Mitglied der Royal Family eine Autotür selbst geöffnet oder geschlossen, das habe aber nichts mit standesgemäßem Verhalten zu tun, erklärte Adelsexperte William Hanson bei Twitter. Normalerweise würde das einfach "aus Sicherheitsgründen" ein Bediensteter übernehmen. "Meghan hat die Tür ganz klar aus Gewohnheit zugemacht", erklärte er.

Auch Adelsexpertin Katie Nicholl ist sich sicher: "Meghan hat nicht das Protokoll gebrochen". Dieser Vorwurf sei einfach Unsinn, erklärte sie im RTL-Interview. Sie hätte lediglich getan, was jeder rational denkende Mensch getan hätte. "Sie stieg aus dem Auto aus, sie wurde begrüßt und sie kam nicht an der Tür vorbei, ohne sie zu schließen", erklärte Nicholl. Und am Ende würde es die Herzogin nur sympatischer machen, wenn sie die Regeln auf ihre eigene Art und Weise einhält. "Sie hat in eine uralte Institution eingeheiratet, die ihre eigenen Regeln hat. Manche davon sind ziemlich merkwürdig. Und sie musste sehr schnell lernen, sich darin zurechtzufinden."

Eine moderne Frau kann ihre Autotür auch selbst hinter sich schließen. Und bodenständig ist es schließlich irgendwie auch, wenn die 37-Jährige nicht für jede Kleinigkeit Personal braucht. Eins steht jedenfalls fest: Unter dem Hashtag #doorgate wird heiß diskutiert. Und am Ende kann sich niemand mehr so richtig erinnern, worum es bei Meghans Besuch eigentlich ging: um Kunst.