Schockierende Kampagne

Verprügelt? Herzogin Kate & Co. mit Wunden im Gesicht

Ein spanischer Künstler hat Fotos von berühmten Frauen wie Herzogin Kate so nachbearbeitet, als seien sie verprügelt worden
Ein spanischer Künstler hat Fotos von berühmten Frauen wie Herzogin Kate so nachbearbeitet, als seien sie verprügelt worden
© instagram.com/alexsandropalombo

29. November 2021 - 11:38 Uhr

Kampagne zur Opfern häuslicher Gewalt

"Sie hat ihn angezeigt - Aber niemand hat ihr geglaubt. Sie wurde allein gelassen. Sie wurde nicht beschützt. Er wurde nicht verhaftet. Er hat sie trotzdem getötet." Zu den Worten dieser Kampagne hat ein spanischer Künstler nun Fotos von starken und prominenten Frauen so nachbearbeitet, dass sie aussehen, als seien sie Opfer häuslicher Gewalt geworden.

Schock-Aktion aus Spanien

Herzogin Kate, US-Vize-Präsidentin Kamala Harris und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen blicken starr in die Kamera. Ihre Augen sind blutunterlaufen, Schürfwunden zeichnen sich in ihren Gesichtern ab. Mit dieser Schock-Aktion will der spanische Künstler Alexsandro Palombo auf die Hilflosigkeit von Frauen aufmerksam machen, die häusliche Gewalt erfahren mussten.

Das Statement des Künstlers zu seiner Aktion

"Warum sollte eine Frau die Gewalt anzeigen, wenn sie nach der Anzeige nicht von den Institutionen geschützt wird und trotzdem getötet wird? Wie kann eine Frau, die Opfer von Missbrauch und Gewalt geworden ist, den Institutionen noch vertrauen? Ich sehe nur, dass die Politik Frauen einlädt, sich zu melden, aber ohne die Verantwortung für den Schutz und die Unterstützung der Opfer zu übernehmen. Ein Staat, der die Frauen nicht beschützt, sondern in den Händen ihres Peinigers lässt, wird zu einer stillen Komplizin. Es gibt viele Vereine von Freiwilligen, die mit sehr geringen Mitteln versuchen, die Opfer zu unterstützen, aber es obliegt der Politik, den Institutionen und dem Staat, diese Verantwortung zu übernehmen", so der Künstler.

Die prominenten Frauen auf den Fotos dürften nicht um ihre Erlaubnis gefragt worden seien. Trotzdem sollen die Plakate nun in Italien und Spanien zu sehen sein und wachrütteln. (rsc)