Herzergreifende Videoaufnahmen

Hier werden fast erfrorene Meeresschildkröten "aufgetaut" und in die Freiheit entlassen

18. März 2021 - 12:04 Uhr

Tierschützer retteten Meeresschildkröten vor Kältetod

Ein paar Schläge mit den Flossen, eine kleine Welle – und weg sind sie: 13 Meeresschildkröten haben seit Montag ihre Freiheit zurück und können nun wieder im Golf von Mexiko auf Beutejagd gehen und Nachwuchs zeugen. Sie waren von Tierschützern vor der Kälte gerettet worden. Im Video ist zu sehen, wie die Reptilien an einem Strand im US-Bundesstaat Louisiana freigelassen werden.

USA: Tiere verfielen in eine Art Kältestarre

Tausende Meeresschildkröten waren im harten Winter in den USA in eine Art Kältestarre verfallen. Wenn das Wasser um sie herum zu schnell abkühlt, können die Tiere nicht in wärmere Gewässer schwimmen und werden lethargisch, wie das Audubon Nature Institute berichtet. Dann drohen ihnen Lungenentzündung, Schock und Erfrierungen – im schlimmsten Fall sogar der Tod.

Kemps-Ridley-Schildkröten "aufgetaut" und aufgepäppelt

Bei den in Louisiana freigelassenen Tieren handelt es sich um Kemps-Ridley-Schildkröten, die kleinsten und am stärksten bedrohten Meeresschildkröten. Eine Gruppe von 30 Tieren war von Tierschützern aus der Kälte gerettet und im Audubon Nature Institute, einem Zoo in New Orleans, "aufgetaut" und aufgepäppelt worden. Zwei Schildkröten starben.

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Tierärzte prüften Meeresschildkröten noch einmal

Bevor die Reptilien in ihren natürlichen Lebensraum entlassen wurden, prüften Tierärzte abschließend, ob die Tiere dafür schon stark genug sind. "Das ist der Tag, auf den wir alle gewartet haben", sagte Zoosprecherin Gabriella Harlamert. Meeresschildkröten seien extrem wichtig für das Ökosystem. "Sie in die Natur zurückzubringen, ist der Grund dafür, dass wir das tun, was wir tun. Es ist das beste Gefühl, das es je gab."