Präparierte Giftköder ausgelegt

Herzberg: Unbekannte vergiften sechs Huskys

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16. September 2019 - 22:08 Uhr

Hund stirbt in Tierklinik

Wie kann man nur so herzlos sein? Sechs Hunde sind in Herzberg im Landkreis Göttingen mit präparierten Ködern vergiftet worden. Eines der Tiere starb in einer Klinik. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Wann und wo die Tiere das Gift aufgenommen haben, ist zurzeit noch unklar. Ermittler gehen davon aus, dass das Gift am Wochenende auf einem Privatgrundstück im Ortsteil Sieber ausgelegt wurde, wie die Polizei mitteilte. Am Sonntag zeigten einige Hunde plötzlich ein auffälliges Verhalten, fingen an zu krampfen, lagen auf der Erde oder hatten erhöhten Speichelfluss. Die besorgte Besitzerin brachte ihre Siberian Huskys daraufhin sofort in eine Tierklinik nach Osterode. Dort bestätigten Untersuchungen den schlimmen Verdacht.

Ein Hund starb, ein weiteres Tier befindet sich in kritischem Zustand. Zwei Hunde müssen noch ärztlich betreut werden. Sie sind nach derzeitigem Stand aber nicht gefährdet und können voraussichtlich bald entlassen werden. Nur zwei Huskys sind inzwischen wieder zu Hause. 

Polizei Herzberg rät Hundebesitzern, vorsichtig zu sein

Über einen ähnlichen Fall berichtete die Polizei im Landkreis Cloppenburg. Nach ersten Erkenntnissen hatte ein unbekannter Täter am Freitag in der Gemeinde Bösel mit Reiszwecken versehene Salamischeiben ausgelegt. Der Hund einer Frau fraß einen Köder. Das Tier wurde von einem Arzt behandelt, der mehrere Reißzwecken im Verdauungstrack feststellte. Die Operation wird der Hund dem Bericht zufolge überleben.

Die Polizei Herzberg hat die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernommen. Angesichts des Vorfalls raten die Beamten Hundebesitzern in der Ortschaft Sieber zu besonderer Vorsicht. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 05521/920010 entgegen.