Hertha-Investor rüffelt Klinsmann

„Das kann man als Jugendlicher vielleicht so machen“

13. Februar 2020 - 17:19 Uhr

Kein Hertha-Comeback für Klinsi

Game over: Die Zeit von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC ist wohl endgültig vorbei. Seinen Posten im Aufsichtsrat des Bundesligisten ist der 55-Jährige los. Das stellte Investor Lars Windhorst klar.

Windhorst spricht nach Klinsmann-Abgang Klartext

Die Hertha-Bosse äußerten sich nach dem überraschenden Klinsmann-Aus bei einer Pressekonferenz, in der auch Manager Michael Preetz und Präsident Werner Gegenbauer Stellung bezogen. "Leider ist die Art und Weise des Abgangs so unakzeptabel, dass wir im Sinne des Vereins eine zielführende Zusammenarbeit so nicht fortführen können", sagte Windhorst. "Jürgen Klinsmann hat viel an seiner Glaubwürdigkeit verloren. Das ist wirklich traurig, aber wir müssen damit leben." Und weiter: "Das kann man als Jugendlicher vielleicht machen, aber im Geschäftsleben, wo man ernsthafte Vereinbarungen hat, sollte man das nicht machen." Rums!

Kleines Hintertürchen bleibt offen

Ein Hintertürchen ließ er aber offen: "Ich schlage niemals Türen zu." Persönlich bedauerte der Geldgeber "es sehr, dass Jürgen Klinsmann uns sehr abrupt verlassen hat". Klinsmann hatte am Dienstagvormittag völlig überraschend nach nur elf Wochen sein Trainer-Amt bei Hertha zur Verfügung gestellt und damit den Club geschockt. Am Mittwoch äußerte sich der 55-Jährige bei Facebook zu seinem Aus und rechnete mit Preetz ab.

RTL-Reporter Marc Chmiel berichtet aus Berlin

Nouri und Feldhoff übernehmen

Wie Manager Preetz erklärte, werden die bisherigen Co-Trainer Alexander Nouri und Markus Feldhoff das Team vorerst trainieren: "Wir werden mit Nouri und Feldhoff und dem Trainerteam in die nächsten Wochen gehen. Sie verdienen die volle Unterstützung. Wir hoffen und sind davon überzeugt, dass wir die nötigen Punkte holen werden."

Hier gibt's die ganze PK