Eingeständnis des Augsburger Trainers

Herrlich: "Ich war naiv, dumm oder doof"

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19. Mai 2020 - 23:40 Uhr

"Habe nicht gegen behördliche Hygienemaßnahmen verstoßen"

Vor dem Re-Start der Bundesliga am vergangenen Wochenende hat Heiko Herrlich mit seinem Drogerie-Bummel bei vielen Kopfschütteln ausgelöst. Der Trainer des FC Augsburg gab zu, dass es wohl nicht die beste Aktion seiner Karriere war. "Ich war naiv, dumm oder doof, wie auch immer Sie das bezeichnen möchten", sagte der 48-Jährige der "Bild". "Ich habe aber zu keiner Zeit gegen behördliche Hygienemaßnahmen verstoßen."

Drogerie-Besuch schlug hohe Wellen

Herrlich hatte vor der Partie gegen den VfL Wolfsburg (1:2) gegen die Hygiene-Vorgaben der Deutschen Fußball Liga (DFL) verstoßen, als er zum Kauf von Hautcreme und Zahnpasta das Hotel verließ. Von seinem Vorgehen hatte er selbst auf der Pressekonferenz vor dem Spiel berichtet. Infolgedessen verzichtete der Coach freiwillig auf sein Debüt.

"Ich wollte von der Skurrilität der Szene erzählen, weil ich so im Tunnel der Spielvorbereitung war. Mir wurde aber dann klar, dass ich gegen die Quarantäne-Maßnahmen der DFL verstoßen habe", so Herrlich, der viel Kritik einstecken musste. Mit dieser könne er aber umgehen: "Ich habe eine hohe Frustrations-Toleranz. Es gab zu Recht Kritik. Auch den Hohn und Spott kann ich ertragen", sagte FCA-Coach.

FCA-Trainer-Premiere gegen Schalke

Der "Zahnpasta-Sünder" war nach zwei negativen Coronatests zur Mannschaft zurückgekehrt. Seine "richtige" Premiere als FCA-Trainer steht am Sonntag (13.30 Uhr) im Auswärtsspiel bei Schalke 04 an. "Wenn Sie wissen wollen, ob ich noch am Boden liege, mir Blut aus der Nase läuft wie einem angeschlagenen Boxer: Nein! Ich bin in guter Verfassung", versicherte Herrlich.

RTLde/SID