Nach erstem Aufatmen wieder Verzweiflung

Herber Rückschlag für Mallorca-Gastronomen

17.03.2021, Spanien, Palma: Eine Kellnerin mit Maske bereitet den Innenraum eines Restaurants für das Tagesgeschehen vor. Fluggesellschaften planen zu den Osterferien weitere Flüge aus Deutschland nach Mallorca aufgrund der starken Nachfrage. Foto: C
Die Gastronomie macht wieder ihre Schotten dicht. Zumindest innen.
flm, dpa, Clara Margais

Schritt zurück

Viele Gastronomen auf Mallorca haben gerade erst aufgeatmet und sich aufgrund der niedrigen Inzidenz über geöffnete Innenräume gefreut. Doch damit ist wieder Schluss! Für viele Gastronomen und deren Angestellte heißt das wieder: erneute Arbeitslosigkeit, erneute Armut.

Viele Existenzen stehen vor dem Aus

Erst am 15.3. war beschlossen worden, dass die Gastronomie auch die Innenräume öffnen darf, allerdings mit der Auflage, dass lediglich 30 Prozent der eigentlichen Besucherzahlen erlaubt sind. Gemeinsam mit der Aufhebung der Reisewarnung, endlich ein großer Schritt in Richtung Normalität, auf die die Menschen auf Mallorca dringend angewiesen sind. Die Situation ist so gravierend, dass sich sogar viele Frauen, die normalerweise in der Tourismusbranche arbeiten, sind so verzweifelt, für wenige Euros am helllichten Tag prostituieren.

Eigentlich hätte eine erneute Überprüfung der Regelungen erst nach Ostern stattfinden sollen. Doch von vergangener Woche bis Montagabend stieg die Sieben-Tage-Inzidenz von unter 20 auf 26.

Der Vizepräsident des Verbandes kleiner und mittlerer Unternehmen im Gaststättengewerbe, Helmut Clemens, schimpft: „Das ist der Todesstoß für unsere Branche. (...) Vorher gingen wir davon aus, dass 40 Prozent der Betriebe die Krise nicht überleben werden, vielleicht aber haben wir das Ganze unterschätzt“, zitiert ihn die «Mallorca Zeitung». Die versprochenen Hilfen würden auch nicht ausgezahlt.

Wie dramatisch die Lage vor Ort ist und wie einzelne Helfer versuchen, den Menschen zu helfen, können Sie hier nachlesen.