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Herber Dämpfer für den WM-Gastgeber: Uruguay zeigt Russland seine Grenzen auf

Der eine jubelt, der andere ist der Depp: Luis Suarez schießt Uruguay dank eines Patzers von Igor Akinfeev (r.) in Führung.
Der eine jubelt, der andere ist der Depp: Luis Suarez schießt Uruguay dank eines Patzers von Igor Akinfeev (r.) in Führung.
© imago/ITAR-TASS, Sergei Fadeichev, imago sportfotodienst

26. Juni 2018 - 8:10 Uhr

Uruguay erster Gruppensieger der WM 2018

Kräftige Euphoriebremse für Russland: Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A unterlag der WM-Gastgeber den erfahrenen Uruguayern 0:3 (0:2) und musste den Gruppensieg noch an das Team um die Superstars Luis Suarez und Edinson Cavani abgeben. Beide Teams schauen nun auf Gruppe B: Dort entscheidet sich am Abend zwischen Spanien, Portugal und dem Iran, wer ihr Achtelfinalgegner wird. Einen WM-Rekord gab es beim Spiel zwischen Ägypten und Saudi-Arabien.

'Beißer' Luis Suarez macht Millionen Russen traurig

Drittes Spiel, zweites Tor für Luis Suarez (l.), der beim Torjubel wieder seine schwangere Frau grüßt
Drittes Spiel, zweites Tor für Luis Suarez (l.), der beim Torjubel wieder seine schwangere Frau grüßt
© imago/Newspix, LUKASZ SKWIOT/CYFRASPORT, imago sportfotodienst

So hatten sich das die Zehntausenden Russen im Stadion in Samara und die vielen Millionen in den Public-Viewing-Zonen nicht vorgestellt: Nach exzellenten Auftritten gegen Saudi-Arabien (5:0) und Ägypten (3:1) sollte der dritte Sieg her, stattdessen wurden ihrer Sbornaja von Uruguay deutlich die Grenzen aufgezeigt.

Das routinierte Team des wegen einer Krankheit humpelnden Trainers Oscar Tabarez dominierte die Partie in brütender Hitze deutlich und sicherte sich als erste Mannschaft den Gruppensieg.

Schon in der zehnten Minute war es 'Beißer' Luis Suarez, der die Uruguayer in Führung schoss. Der als äußerst aggressiv bekannte Star des FC Barcelona (biss dem Italiener Giorgio Chiellini bei der WM 2014 in die Schulter) schob einen Freistoß aus 18 Metern in die Torwartecke, Russlands Keeper Igor Akinfeev pennte und schon lag der Ball – mal wieder nach einem Standard – im Netz.

WM-Gastgeber Russland zeigt großen Kampfgeist

Muss früh mit Gelb-Rot vom Feld: Igor Smolnikov (l.)
Muss früh mit Gelb-Rot vom Feld: Igor Smolnikov (l.)
© imago/ITAR-TASS, Yegor Aleyev, imago sportfotodienst

Die Russen drängten danach auf den Ausgleich und stellten in Denis Cheryshev den Pechvogel des Tages. Der mit drei WM-Toren bis dato äußerst erfolgreiche Angreifer scheiterte erst bei einer dicken Chance an Uruguays WM-Rekordnationalspieler Fernando Muslera. Zehn Minuten später fälschte Cheryshev dann vor dem eigenen Tor einen Distanzschuss von Diego Laxalt unhaltbar für Akinfeev ins eigene Tor ab (23.).

Als Igor Smolnikov dann auch noch mit Gelb-Rot vom Platz musste (36.), war die Partie für Russland gelaufen. 60 Minuten stemmten sich die Russen trotzdem noch mit großer Moral gegen ihre erste Niederlage, ein Tor wollte aber nicht mehr gelingen. Stattdessen gelang Cavani in der letzten Minute noch sein erster WM-Treffer.

Rekord: Ägypter Essam Al-Hadari ältester WM-Spieler aller Zeiten

Fast der Held der Ägypter: Der 45 Jahre alte Essam Al-Hadari pariert einen Elfmeter.
Fast der Held der Ägypter: Der 45 Jahre alte Essam Al-Hadari pariert einen Elfmeter.
© dpa, Andrew Medichini, FP FD

Im sportlich bedeutunglosen zweiten Spiel der Gruppe gewann Saudi-Arabien durch ein Tor in der 95. Minute mit 2:1 (1:1) gegen Ägypten – einen Eintrag in die Rekordbücher gab es aber für den Verlierer: Ägypten bot mit Essam Al-Hadari einen 45 Jahre und 161 Tage alten Torwart auf.

Er löste damit Kolumbiens Faryd Mondragon als ältesten WM-Spieler aller Zeiten ab, der bei der WM 2014 mit 43 Jahren im Kasten stand. Al-Hadari zeigte eine Riesenleistung, parierte mehrfach stark, darunter sogar einen Elfmeter des Saudis Fahad Al-Muwallad.

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