Heizkosten: Mietern drohen hohe Nachzahlungen

12. Oktober 2011 - 19:54 Uhr

Nachzahlungen von bis zu 300 Euro

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit droht wieder Millionen Mietern der Kostenschock. Denn in den kommenden Wochen wird ein Großteil der Heizkostenabrechnungen für das vergangene Jahr verschickt – mit Nachzahlungen von bis zu 300 Euro. Das geht aus dem Bundesweiten Heizspiegel hervor, der rund 88.000 Wohngebäude überprüft hat.

Bundesweiter Heizspiegel veröffentlicht
Heizkosten: Vielen Mietern drohen in diesem Jahr wieder hohe Nachzahlungen.
© picture-alliance/ dpa, Friso Gentsch

Demnach kostete das Beheizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl im vergangenen Jahr durchschnittlich 850 Euro. Das sind 220 Euro (+ 34,9 Prozent) mehr als noch 2009. Mieter mit Erdgasheizungen zahlten 805 Euro und damit 20 Euro mehr (+ 2,5 %) als im Vorjahr. Die Heizkosten für Fernwärme stiegen ebenfalls um 20 Euro auf 880 Euro (+ 2,3 %).

"Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem die Preisexplosion beim Heizöl und der im Schnitt um 13 Prozent gestiegene Heizenergieverbrauch in Folge des harten Winters", sagt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von der gemeinnützigen co2online GmbH, die den Heizspiegel zum siebten Mal veröffentlicht hat.

Weitere Preiserhöhungen von bis zu elf Prozent

Und auch für das kommende Abrechnungsjahr gibt es keine Entwarnung. "Gegenüber dem Vorjahr sind die Heizölpreise in diesem Jahr weiter gestiegen - im Schnitt um 25 Prozent. Die Gaspreise liegen knapp vier Prozent über dem Erdgaspreis von 2010 und Fernwärme wurde fast sieben Prozent teurer", so Hengstenberg. Der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, weist darauf hin, dass ein Viertel aller Gasversorger für den Herbst weitere Preiserhöhungen von durchschnittlich elf Prozent angekündigt hat.

Wir zeigen Ihnen, wie sie Heizkosten sparen und sich gegen fehlerhafte Abrechnungen wehren können.