Schlagerstar hat klare Meinung

Heino will weiter von „Zigeunersauce“ singen, obwohl es politisch inkorrekt ist

Heino will bis zum Umfallen weitersingen.
© dpa, Alexander Prautzsch, fgj pat

20. Oktober 2020 - 17:03 Uhr

Für Heino sind deutsche Volkslieder so gut, wie sie sind!

Heino (81) ist seit über 50 Jahren nicht mehr aus der deutschen Schlagerszene wegzudenken. Der "Blau blüht der Enzian"-Sänger ist Kult und gern gesehener Gast. So beliebt, dass er sein Karriere-Ende immer wieder rausgezögert hat. Passend dazu hat er jetzt sein neues Album "Teure Heimat" veröffentlicht. In den Songs singt deutsche Volkslieder und genau dort hört politische Korrektheit für ihn auf.

„Ich verstehe nicht, warum man Zigeunersauce plötzlich nicht mehr so nennen darf“

Im August 2020 hat die Marke Knorr ihre "Zigeunersauce" in "Paprikasauce Ungarische Art" umbenannt. "Da der Begriff 'Zigeunersauce' negativ interpretiert werden kann, haben wir entschieden, unserer Knorr Sauce einen neuen Namen zu geben", hieß es in der Erklärung.

Für Heino ändert sich damit allerdings nicht viel. "Ich verstehe nicht, warum man Zigeunersauce plötzlich nicht mehr so nennen darf. Als hätten wir in Deutschland keine anderen Probleme. Ich werde auch weiterhin Lieder wie 'Lustig ist das Zigeunerleben' singen", sagt Heino gegenüber der "Bild". Das Volkslied kommt ursprünglich von Mara Kayser (54) und zählt zu den deutschen Schlager-Klassikern. Heino will, dass das so bleibt. Weiter sagt er: "Soll ich jetzt 'Lustig ist das Paprikaleben ungarischer Art' singen? Will man die berühmte Operette 'Der Zigeunerbaron' von Johann Strauss jetzt in ,Der Sinti und Roma Baron' umbenennen? Das macht für mich keinen Sinn."

Laut eigenen Aussagen hatte Heino auch früher schon viele Sinti und Roma Freunde und die sollen sich am Begriff "Zigeunersauce" nie gestört haben.

Im Video: Heino erklärt, warum er im März 2020 noch Konzerte gegeben hat