Relegation um letzten Bundesligaplatz

Heidenheim glaubt an Sensation - doch Werder lebt immer noch

30. Juni 2020 - 18:01 Uhr

Wer spielt kommende Saison erstklassig?

Außenseiter 1. FC Heidenheim glaubt vor dem Relegations-Hinspiel bei Werder Bremen an die Sensation. Nicht nur für den langjährigen Trainer Frank Schmidt wäre der Bundesliga-Aufstieg die Krönung einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Doch seinen Gegenüber Florian Kohfeldt kann in dieser Saison nichts mehr schocken. Wir blicken oben im Video auf das Duell um den letzten noch offenen Platz für die Spielzeit 2020/21.

Aufstieg wäre Schmidts Krönung

Schmidt ist fest entschlossen, die historische Chance des 1. FC Heidenheim auf den erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga zu nutzen. "Für die meisten ist es eine Lebenschance. Manche Dinge passieren im Leben häufig, manche bekommt man nie oder ganz selten. Wir haben jetzt die Situation, etwas ganz Außergewöhnliches machen zu dürfen", sagt der Trainer des schwäbischen Zweitligisten mit Blick auf das Relegations-Hinspiel beim SV Werder Bremen am Donnerstag (20.30 Uhr).

Der FCH gilt gegen den Drittletzten der abgelaufenen Bundesliga-Saison als klarer Außenseiter. Sollte er den Aufstieg packen, wäre es eine echte Sensation. Und für Schmidt die vorläufige Krönung einer langen Erfolgsgeschichte.

Seit 13 Jahren trainiert er die Heidenheimer mittlerweile schon, ist damit der dienstälteste Coach im deutschen Profi-Fußball. Er führte sie von der Oberliga bis in die 2. Liga und dort nun zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren ins obere Drittel.

"Waren so häufig tot in diesem Jahr“

Für die Bremer ist die Relegation die große Chance, eine eigentlich schon verloren geglaubte Saison doch noch zu retten. "Wir waren so häufig tot in diesem Jahr, wir waren so häufig abgeschrieben", sagte Florian Kohfeldt. Durch den 6:1-Kantersieg gegen den 1. FC Köln und die 0:3-Niederlage von Fortuna Düsseldorf bei Union Berlin am 34. Spieltag sprang Werder im letzten Moment noch auf den 16. Tabellenplatz.

Jetzt sind die Grün-Weißen plötzlich wieder im Rennen. "Aber der Druck wird genauso groß sein", weiß Kohfeldt, "und er darf auch nicht abfallen."