Heftiger Fall von Cybermobbing: Schüler schneiden Gesichter ihrer Lehrer in Pornos

29. November 2018 - 12:25 Uhr

Die Schulleitung des Starkenburg-Gymnasiums reagierte sofort

An einem Gymnasium in Heppenheim in Hessen haben Schüler ihre Lehrer heimlich fotografiert und die Gesichter in Porno-Videos hinein montiert. Die Bilder kursierten dann im Internet. Die Schulleitung zog sofort Konsequenzen. 

Die Fotomontage wurde in eine geschlossene Instagram-Gruppe geschickt

Katja Eicke arbeitet seit 25 Jahren als Lehrerin, seit 2011 leitet sie das Starkenburg-Gymnasiums in Heppenheim - doch so etwas habe sie in ihrer gesamten Dienstzeit noch nie erlebt. Zwei Schüler haben ihre Lehrer wohl während des Unterrichts heimlich fotografiert und ihre Gesichter in Porno-Szenen montiert. 

Die Fotomontage soll dann in einer geschlossenen Instagram-Gruppe im Internet weiterverbreitet worden sein. Doch dabei blieb es nicht: Das Foto gelangte in die Öffentlichkeit und schließlich auch bis zur Schulleitung.

Katja Eicke reagierte schockiert! Umgehend verfasste sie einen Brief an alle Eltern. Was darin steht, erfahren Sie im Video.

Nun hat der Fall weitreichende Konsequenzen für alle Schüler

Die beiden Schüler aus der Mittelstufe wurden von der Schulleitung zunächst für vier Wochen beurlaubt und dann von der Schule verwiesen, berichtet der "Spiegel". Insgesamt acht Lehrer seien auf den Fotos abgebildet gewesen, darunter männliche und weibliche Kollegen, sagte Eicke.

Der Vorfall hat nun weitreichende Konsequenzen für alle Schüler. Der Gebrauch von Handys musste auf dem gesamten Schulgelände verboten werden. Dabei habe sich das Starkenburg-Gymnasium auf Medienerziehung spezialisiert. In vielen Klassenzimmern arbeiten die Schüler mit ihren Handy und Laptops. Daneben gibt es auch Projekte, in denen der Umgang mit Smartphones und Apps gelehrt wird.