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Heftige Unwetter wüten über Deutschland

Soldaten vom Blitz getroffen und verletzt

Im Süden und Osten Deutschlands haben heftige Unwetter große Schäden angerichtet. Gewitter, Starkregen und Stürme entwurzelten vielerorts Bäume, beschädigten Häuser und Autos. Das Unwetter begann am frühen Abend über den Alpen, zog dann über den Süden des Landes in den Osten.

Nahe Mittenwald (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) in Oberbayern verletzte ein Blitz 16 Soldaten teils schwer. Die Soldaten absolvierten gerade im Rahmen ihrer Grundausbildung ein Biwak - ein provisorisches Nachtlager im Freien -, als ein Unwetter über die Region zog und der Blitz einschlug. Drei Verletzte wurden sofort in Krankenhäuser gebracht, die übrigen vor Ort erstversorgt, wie die Polizei mitteilte.

Düsseldorfer Wanderer stirbt in Südtirol

In Dresden legte ein Gewitter innerhalb nur weniger Minuten den Flughafen lahm. Mehrere Maschinen konnten nicht landen und mussten umgeleitet werden. Rund hundert Kilometer entfernt standen in Aue im Erzgebirge gleich mehrere Straßen hüfthoch unter Wasser. Zahlreiche Keller liefen voll. In Horb am Neckar bildeten golfballgroße Hagelkörner eine Eisfläche auf Feldern und Straßen.

In Sachsen gab es zudem mehrere Verletzte durch die Unwetter. Auf der A14 bei Leipzig kam ein LKW-Fahrer von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Er und sein Beifahrer verletzten sich schwer. In Weißenborn wurde ein Autofahrer von einem Baum verletzt, der auf sein Fahrzeug stürzte.

In Baden-Württemberg schlugen mehrere Blitze in Häuser ein und verursachten große Schäden. In Kißlegg ging ein landwirtschaftlicher Betrieb in Flammen auf und brannte nieder. Im Landkreis Freudenstadt mussten vier Schüler wegen Unterkühlung im Krankenhaus behandelt werden. Sie waren auf einem Bootsausflug wegen des plötzlichen Starkregens gekentert.

Auch Südtirol wurde von schweren Unwettern heimgesucht. Ein deutscher Wanderer kam ums Leben, nachdem er vom Blitz getroffen wurde. Der 34-Jährige aus Düsseldorf war unter anderem mit seiner Frau an der Rotwandspitze in den Dolomiten unterwegs, als ein Gewitter aufzog. Zuvor war zudem ein Südtiroler an den Folgen eines Blitzeinschlags im Langtauferer Tal gestorben, wie das Onlineportal 'Stol.it' unter Berufung auf die Bergrettung berichtete.

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