Bis zu 15 Prozent der Deutschen betroffen!

Allergiker-Albtraum Ambrosia: So erkennen Sie die gefährliche Pflanze

Ambrosiapflanze
Im Spätsommer und Herbst kommt eine neue Bio-Gefahr auf uns zu.
tba jhe jol lof, dpa, Patrick Pleul

Der Heuschnupfen-Sommer 2022 ist vorbei, und alle Allergiker können jetzt endlich aufatmen? Von wegen! Denn mit der Ambrosia-Pflanze dreht ein Gewächs pollentechnisch jetzt erst so richtig auf: Die „Ambrosia artemisiifolia“, so ihr lateinischer Name, blüht nämlich bis in den Oktober hinein, kommen im Herbst noch Atemwegserkrankungen oder gar Covid hinzu, wird es für die Betroffenen, zu denen zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung zählen, fast unerträglich.

Die „Aufrechte Ambrosie“, auch „Traubenkraut“ genannt, stammt ursprünglich aus Amerika. Von dort wurde sie vor etwa 150 Jahren nach Europa importiert und verbreitet sich auch in unseren Breitengraden immer weiter. Für Allergiker aufgrund ihrer hochgradig reizenden Pollen ein Horror!

Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Gewächs erkennen – damit Sie einen großen Bogen um den Allergiker-Albtraum machen können.

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So erkennen Sie die gefährliche Ambrosia-Pflanze
Links auf dem Bild ist die Blattunterseite und rechts die Blattoberseite.

Die Ambrosia-Pflanze weist folgende Merkmale auf

Etwa ab Mitte Juli werden die ersten Blütenstände der männlichen Blüten sichtbar, die sich an den Enden der Triebe in traubenartiger Anordnung befinden. Daher auch der Name Traubenkraut. Die Hauptblütezeit liegt relativ spät in den Monaten August und September. Ein einzige Pflanze kann bis zu eine Milliarde Pollen bilden!

  • Die doppelt fiederteiligen Blätter sind beidseitig grün.
  • Der stark behaarte Stängel ist zuerst grün und färbt sich im Laufe der Vegetationsperiode rötlich.
  • Der traubenförmige männliche Blütenstand befindet sich an der Triebspitze. Blühbeginn ist ab Mitte Juli.
  • Einzelpflanzen können stark verzweigen und je nach Konkurrenzsituation bis zu 1,5 m hoch werden.

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Verwechslungsgefahr! Wie sie Beifuß und Ambrosia unterscheiden

Beifuß-Ambrosiapflanze
Der Stängel der Ambrosia ist behaart (hier zu sehen). Beifuß hat hingegen einen glatten Stängel.
ppl;cse vfd fux rho, dpa, Patrick Pleul

Verwechslungsgefahr besteht mit dem Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris). Der Unterschied: Beifuß ist eine alte Gewürzpflanze, die durch ihre Bitterstoffe verdauungsfördernd wirkt und aromatisch duftet. Artemisia hat diese Eigenschaft nicht. Wer genauer hinschaut, sieht: Beifuß hat, im Gegensatz zur Ambrosia, weißlich-silbrig gefärbte Blattunterseiten und einen unbehaarten, glatten Stängel. Beifuß blüht zudem bereits im Juni.

Wegen des Risikos einer Kontaktallergie, sollten Sie aber nicht zu enge Fühlung mit einer verdächtigen Pflanze aufnehmen. Sobald die Blüte der Ambrosia begonnen hat, können Sie sich beim Hantieren mit der Pflanze eine extrem hohe Pollendosis einfangen. Also: Finger weg!

Melden Sie den Standort verdächtiger Pflanzen stattdessen besser telefonisch dem Ordnungsamt Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises.