Heckler & Koch: Waffen illegal nach Mexiko geschmuggelt?

13. Februar 2016 - 2:42 Uhr

Zwei Mitarbeiter des Waffenherstellers Heckler & Koch sollen für illegale Lieferungen von Sturmgewehren des Typs G36 in mexikanische Unruheprovinzen verantwortlich sein. Es bestehe ein "dringender Tatverdacht gegen zwei langjährige Mitarbeiter (...), Waffenlieferungen in nicht genehmigungsfähige mexikanische Bundesstaaten veranlasst zu haben", zitiert das Nachrichtenmagazin 'Spiegel' einen den Angaben nach von der Geschäftsführung unterzeichneten Aushang auf dem Firmengelände in Oberndorf bei Rottweil.

Die Mitarbeiter seien eigenmächtig "ohne Wissen und Wollen anderer Personen im Unternehmen" vorgegangen. Die Lieferziele lägen im Norden Mexikos - wo es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Banden im Drogenmilieu kommt. In einem weiteren Fall ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft, ob Heckler & Koch mit Parteispenden den Weg für Waffenlieferungen nach Mexiko ebnen wollte.