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Hebammenausbildung: EU fordert Studium ab 2020 - Geburtshelferinnen sind verunsichert

EU fordert ab 2020 ein Studium für Hebammen
EU fordert ab 2020 ein Studium für Hebammen Unsicherheit bei Geburtshelferinnen wächst 01:40

Deutschland ist Schlusslicht bei der Hebammenausbildung

Die Geburtenrate in Deutschland steigt, doch viele werdende Mütter finden einfach keine Hebamme. Seit Jahren warnt der Deutsche Hebammenverband vor der Verschlechterung der Geburtshilfe in Deutschland. Gründe für den Hebammenmangel gibt es viele: Die Versicherungssummen sowie die Verantwortung sind hoch, die Bezahlung niedrig.

Hebammen in Deutschland sind verunsichert

Dazu soll bald ein weiterer Unsicherheitsfaktor kommen - denn eigentlich braucht es ab 2020 ein Studium für den Beruf. Bisher ist Deutschland bei der Hebammenausbildung Schlusslicht in der EU. Doch wie das Studium ausgestaltet werden soll, ist bislang völlig unklar und die Bundesregierung ist auf die Neuerungen in der Hebammenausbildung noch nicht ausreichend vorbereitet. Ein Gesetzesentwurf fehlt bisher.

Ausgebildete Hebammen sind wegen der bevorstehenden Änderungen verunsichert: Müssen sie sich nachqualifizieren? Wie hoch wird die Diskrepanz zwischen studierter und nicht-studierter Hebamme? Und wie schlägt sich das letztlich im Gehalt nieder? Wie Hebamme Mareike Tiedemann die geplanten Änderungen bewertet, sehen Sie im Video.

Derzeit werde die Ausgestaltung der Änderungen noch geprüft, so die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag. Diese Unsicherheiten helfen jedenfalls nicht, den Hebammenmangel in Deutschland zu bekämpfen. 

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