Hartes Sparprogramm für Zypern

16. Februar 2016 - 12:28 Uhr

Die Republik Zypern will hart sparen, um nicht vom Nachbarland Griechenland in eine schwere Finanzkrise gezogen zu werden. Nach einer Krisensitzung unter Vorsitz des Staatspräsidenten Dimitris Christofias wurde am Freitag unter anderem beschlossen, die Löhne der Staatsbediensteten für zwei Jahre einzufrieren. Zudem solle der Mehrwertsteuersatz von 15 auf 17 Prozent erhöht werden, teilte der zyprische Regierungssprecher Stefanos Stefanou mit.

An der Krisensitzung nahmen auch Vertreter der Oppositionsparteien teil. Christofias hatte zuvor erklärt, das Land befinde sich in einer "Notlage". Der Bankensektor Zyperns ist eng mit den griechischen Banken verwoben. Ein Großteil aller Forderungen des zyprischen Bankensektors entfällt auf griechische Schuldner. Im jüngsten Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) hieß es, die Lage der Wirtschaft der Insel sei "verwundbar und beängstigend".