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„Hart aber fair“: Politikberater Michael Spreng warnt CDU vor Annegret Kramp-Karrenbauer

"Hart aber fair"

Ex-Stoiber-Berater warnt CDU vor AKK

Frank Plasberg wird im September noch einmal zum Thema "Genderwahn" diskutieren
Ex-Stoiber-Berater warnt die CDU in der Sendung "Hart aber fair" vor Annegret Kramp-Karrenbauer.
WDR/Klaus Görgen

AKK habe einen Hang zu Fettnäpfchen

"Die CDU bekommt ein massives AKK-Problem", ist Michael Spreng überzeugt. Der Politikberater, der Anfang der 2000er als Wahlkampfmanager Edmund Stoiber zum Kanzler machen wollte und damit bekanntermaßen scheiterte, hält Annegret Kramp-Karrenbauer für einen der Gründe, warum die CDU bei der Europawahl so schlecht abschnitt. Ihr Hang zu Fettnäpfchen und unüberlegten Aussagen koste die Partei vor allem die Stimmen junger Wähler.

Darüber wurde diskutiert

Die Ergebnisse der Europawahl und die Folgen für die jeweiligen Parteien.

​Die Gäste und ihre wichtigsten Aussagen:

  • Mike Mohring, CDU-Landesvorsitzender Thüringen: "Die AfD ist an ihrem Höhepunkt angekommen, das Potential ist ausgeschöpft",
  • Markus Feldenkirchen, "Spiegel"-Journalist: "Es gab auch in den 60ern viele junge Leute, die sich politisiert haben. Damals war es die SPD, die den Weg bereitet hat. Heute ist die SPD auf Platz sechs bei den jungen Menschen gelandet."
  • Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär: "Katarina Barley hat viele Menschen erreicht und mitgenommen. Aber in den entscheidenden Themen, bei den Uploadfiltern und beim Klimawandel, da war die SPD nicht sichtbar genug."
  • Ricarda Lang, Grüne Jugend: "Der Zuspruch für die Grünen ist kein Hype, sondern eine Folge der verfehlten Politik der Regierungen der vergangenen zehn Jahre. Das war eine klare Absage an eine Politik des Verwaltens und Innehaltens und ein Bekenntnis zu einer konsequenteren Klimapolitik."
  • Michael Spreng, Politikberater: "AKK hat zum wiederholten Mal den falschen Ton getroffen. Der Vergleich mit den Youtubern stimmt ja hinten und vorne nicht."

Das Fazit

Die Vertreter von SPD und CDU, Lars Klingbeil und Mike Mohring, scheinen genau verstanden zu haben, warum ihre Parteien auf dem absteigenden Ast sind: Sie verlieren die Jugend. Interessant zu sehen, wie die beiden Politikern mit den verknöcherten Strukturen ihrer eigenen Parteien hadern.