Happy End für Chico! Tierschutzverein Hannover rettet den Hund vor der Einschläferung

9. April 2018 - 11:19 Uhr

Chico darf weiterleben

Obwohl Chico seine Besitzer nachweislich am Dienstagabend zu Tode biss, gibt es für den Staffordshire-Terrier-Mischling ein Happy End. "Wir sind stolz, dass wir die ersten sind, die Euch diese Botschaft verkünden dürfen. Der Hund wird definitiv nicht eingeschläfert", heißt es auf der Facebook-Seite des Tierschutzvereins in Hannover.

Wird Chico in einer Spezialeinrichtung untergebracht?

Noch am späten Sonntagnachmittag, berichtete die dpa, dass die Stadt Hannover prüfe, ob der Hund in einer Spezialeinrichtung untergebracht werden könne. Das Tierheim, in dem Chico derzeit lebt, soll vorgeschlagen haben, den Hund in einer speziell gesicherten besonderen Einrichtung für auffällig gewordene Tiere unterzubringen, teilte die Stadt Hannover am Sonntag mit. Die spezielle Einrichtung befinde sich außerhalb Niedersachsens. Ob diese Alternative gewährleisten kann, dass der Hund keinem Menschen mehr Schaden zufügt, sollte geprüft werden.

Tierschützer hatten auch in einer Petition dazu aufgerufen, den Hund nicht zu töten. "Bitte lasst Chico leben! Er hatte nie ein gutes Hundeleben!", hieß es online in einem Aufruf. Über 200.000 Menschen nahmen daran teil. Vor Ort demonstrierten am Sonntag in Hannover etwa 70 Menschen für das Leben des Hundes. Ob der Hund nun tatsächlich in die vorgeschlagene Spezialeinrichtung kommt, ist bislang unklar.

Chico hatte am vergangenen Dienstag seine 52 Jahre alte Besitzerin und deren 27 Jahre alten Sohn totgebissen. Die Stadt Hannover räumte am Freitag ein, dass der Hund den Behörden bereits 2011 aufgefallen sei. Eine angeordnete Begutachtung sei damals unterblieben. Nach jetzigen Erkenntnissen hätte diese zu einem Haltungsverbot geführt. Über die genauen Umstände für dieses Versäumnis und mögliche Konsequenzen will die Stadt am Montag informieren.