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Hansi Flick: Sein fünf-Minuten-Monolog im Wortlaut - FC Bayern-Coach über Trainerjob, Familie und Zukunft

Über den Job als Trainer, seine Familie und seine Zukunft

Im Wortlaut: Hansi Flicks Monolog nach dem Aus in der Champions League

Sport Themen der Woche KW14 Sport Bilder des Tages Pressekonferenz FC Bayern München - Trainer Hansi Flick - Poolfoto *** Press conference FC Bayern Munich coach Hansi Flick Pool photo
Hansi Flick
www.imago-images.de, imago images/FC Bayern München, Marco Donato via www.imago-images.de

Hansi Flick und der FC Bayern München: Wie geht es weiter?

Bleibt er Bayern-Trainer oder verlässt er den Club doch vorzeitig? Es ist aktuell DAS Thema im deutschen Fußball. Nach dem Aus in der Champions League gegen Paris hat Hansi Flick einen Einblick in seine Gedankenwelt gegeben. Bei „Sky“ sprach er in einem fünfminütigen Monolog darüber, warum er auf Fragen zu seiner Zukunft so gereizt reagiert, worüber er nachdenkt und welchen Einfluss seine Familie hat. Zwischen den Zeilen deutet vieles auf einen baldigen Abschied aus München hin.

Hier gibt es Flicks Fünf-Minuten-Monolog im Wortlaut

„Wir wollten alle dieses Jahr möglichst wieder im Finale stehen. Ich denke, wir haben den Kader dazu, wir hätten die Mannschaft auch dazu gehabt. Wir haben ein bisschen Pech gehabt, einfach auch, weil wir Spieler auch in den wichtigen Phasen verletzt haben. Dass man da nach dem Spiel, nach dem man ausgeschieden ist, nicht ganz so locker ist wie vielleicht normal, ist auch klar.

Und darüber hinaus waren die letzten Wochen natürlich schon auch von eurer Seite immer mit Fragen gespickt, bei denen es auch nicht immer so einfach ist, sich immer auch etwas Neues da einfallen zu lassen. Ich habe da nie etwas anderes zu verkünden gehabt, deswegen gibt es da auch, was die Antworten auf die Fragen betraf, die gestellt wurden, auch für mich keine Notwendigkeit, da irgendwas anderes zu machen.

Flick: "Das sind Dinge, die mir sehr, sehr wichtig sind"

Deswegen, glaube ich, muss man auch mal respektieren, wenn der Trainer einfach sagt: ‚Hey, ich habe jetzt keine Lust mehr, über dieses Thema zu sprechen.’ Weil letztendlich sind ja auch die Dinge klar: Ich habe einen Vertrag bei Bayern München und das sind einfach so Sachen, die Fakt sind. Und was kommt, darüber macht man sich ja immer Gedanken, was passiert, wie geht es weiter und und und. Ob das jetzt hier alles wunderbar läuft oder was auch immer, man macht sich immer Gedanken.

Ich glaube einfach, es ist für jeden Trainer oder für jeden, der in den Positionen ist, ob das als Manager ist, als Trainer, was auch immer, da geht es einfach immer nur darum, wie kann man diese Mannschaft weiterentwickeln, wie kann man den Verein weiterentwickeln. Das ist ein ganz normaler Prozess und ich glaube, den muss jeder immer auch mit sich selbst ausmachen. Das sind Dinge, die mir immer sehr, sehr wichtig sind, einfach wo geht es hin, wie geht es weiter. Und da mache ich mir immer Gedanken, weil für mich ist ein Erfolg ein stetiger Prozess.

Man muss natürlich auch sehen, dass natürlich mit den sechs Titeln, die wir geholt haben, einfach auch einen Maßstab gesetzt haben, und da müssen wir natürlich auch weitermachen. Es sind die Spieler da, die Erfolg haben wollen, es sind Spieler, die Titel gewinnen wollen. Das ist ganz normal, sie sind beim FC Bayern München.

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Flick: "Anderer Rhythmus beim DFB wäre meiner Familie vollkommen egal"

Und deswegen gibt es einfach auch immer wieder für mich die Situation, alles zu bewerten und immer wieder neue Herausforderungen zu stellen oder mich zu fragen, wie kann man es angehen, und und und. Und da habe ich natürlich auch meine Vorstellungen, ganz normal.

Und wenn du jetzt über meine Familie sprichst, da kann ich dir nur sagen, Lothar (Matthäus, Anm. d. Red.): Meine Familie würde mich, egal, was ich machen würde, immer unterstützen. Die werden immer hinter mir stehen. Deswegen ist es, ob ich jetzt beim DFB einen anderen Rhythmus hätte, das ist für sie vollkommen egal. Entscheidend ist für sie, dass der Job mir Spaß macht und das ist das, was meine Familie sich wünscht. Und deswegen wird sie in allen Dingen, egal, wie meine Entscheidung ausfällt, auch natürlich komplett hinter mir stehen. Und das ist ein gutes Gefühl, das ich habe.

Flick: "Ich hänge am Trainerjob"

Und ich habe das schon am Anfang gesagt – der Job macht mir sehr, sehr viel Spaß und ich hänge an dem Trainerjob, weil ich natürlich viele Dinge in meinem Leben auch schon gemacht habe. Deswegen kann ich mir natürlich nichts anderes vorstellen als den Trainerjob. Das hat sich so entwickelt, dass man dann irgendwann mal halt Cheftrainer ist und in dieser Position zu sein, in der ich jetzt bin, ist schön, das ist super. Einfach eine Situation, die sehr viel Freude macht, sehr viel Spaß macht. Natürlich hat man auch enormen Druck, aber letztendlich ist es immer schön.

Ich bin es gewohnt von meiner Karriere als Spieler bei Bayern München, dass man Erfolgsdruck hat, aber auch beim DFB oder bei Bayern München jetzt als Trainer. Von daher ist es eine Sache, die ganz normal ist im Leben eines Trainers und es macht mir wahnsinnig viel Spaß. Ich hoffe nicht, dass ich jetzt eure Sendezeit überschritten habe.“ (lacht)