Hans: Stabiles Infektionsgeschehen bleibt oberstes Ziel

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild
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16. Juli 2020 - 19:30 Uhr

Angesichts des Beschlusses von Bund und Ländern, noch zielgenauer auf lokale Corona-Ausbrüche zu reagieren, hat Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) die Wichtigkeit eines konsequenten Vorgehens betont. "Es ist und bleibt unser oberstes Ziel, das Infektionsgeschehen stabil zu halten - dafür müssen wir es Sars-CoV-2 so schwer wie möglich machen und brauchen eine schnelle und entschlossene Eindämmung lokaler Corona-Ausbrüche", sagte Hans am Donnerstag. Dabei sei entscheidend, dass lokale Lockdowns eingehalten würden, denn nur so könnten sie die gewünschten Effekte liefern.

"Wir haben im Saarland bereits ein Beherbergungsverbot für Einreisende aus Risikogebieten beschlossen", erklärte der Regierungschef. "Ausreiseverbote für besonders stark betroffene Regionen können zusätzlich ein wirkungsvolles Mittel sein, denn sie würden eine Ausbreitung in andere Teile Deutschlands verhindern und letztlich auch die Gefahr weiterer größerer Lockdowns erheblich minimieren."

Bund und Länder wollen künftig zielgenauer auf lokale Ausbrüche der Corona-Pandemie reagieren. Ein- und Ausreisesperren soll es geben können, wenn die Zahl der Infektionen weiter steigt oder es keine Gewissheit gibt, dass die Infektionsketten bereits unterbrochen sind.

Quelle: DPA