Hannover gewinnt Niedersachsen-Derby in Osnabrück

Hannovers Hendrik Weydandt und Osnabrücks Moritz Heyer (l-r.) in Aktion. Foto: Guido Kirchner/dpa-Pool/dpa
© deutsche presse agentur

23. Mai 2020 - 16:50 Uhr

Dank Joker Marvin Ducksch hat Hannover 96 das Niedersachsen-Derby beim VfL Osnabrück gewonnen und einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Der eingewechselte Stürmer traf beim 4:2 (1:1)-Sieg des Fußball-Zweitligisten am Samstag zwei Mal und machte damit die zwischenzeitliche 2:1-Führung der Gastgeber wett. Für Hannover war es der dritte Sieg in Serie. Die Osnabrücker müssen dagegen weiter auf ihren ersten Dreier im Jahr 2020 warten und stecken nach wie vor mitten im Abstiegskampf.

Im ersten Duell zwischen beiden Teams an der Bremer Brücke seit 20 Jahren brachte Assan Ceesay die Gastgeber in der fünften Minute per Foulelfmeter in Führung. Nur sechs Minuten später schaffte Hannover aber den Ausgleich, weil Osnabrücks Joost van Aken den Ball nach einem Freistoß per Kopf ins eigene Tor verlängerte.

Auch nach der Pause ging der VfL durch Etienne Amenyido zunächst wieder in Führung (47.). Doch der eingewechselte Ducksch drehte mit seinen beiden Treffern (75./Foulelfmeter, 80.) die Partie. Genki Haraguchi machte den 96-Erfolg fünf Minuten vor dem Ende perfekt.

"Wir sind natürlich sehr glücklich über die drei Punkte", sagte 96-Coach Kenan Kocak. "Wir wussten nach der langen Pause nicht, wo wir stehen und haben uns am Anfang sehr schwer getan." Weil das Spiel gegen Dynamo Dresden am vergangenen Wochenende wegen der positiven Corona-Fälle im Dynamo-Kader verschoben worden war, musste 96 lange 78 Tage auf die erste Partie seit dem Erfolg in Nürnberg Anfang März warten.

Das merkte man den Gästen lange Zeit an. Osnabrück war die bessere Mannschaft, brachte sich durch individuelle Fehler aber am Ende um den Erfolg. "Die Enttäuschung sitzt schon sehr tief. Wir haben 70 bis 75 Minuten nicht viel falsch gemacht", sagte Osnabrücks Trainer Daniel Thioune. "Wenn man über lange Zeit auf Augenhöhe oder sogar besser spielt, ist das bitter. Es wird Zeit, dass sich was dreht", sagte Thioune, dessen Team nun schon seit zehn Spielen sieglos ist.

Quelle: DPA