15. Dezember 2018 - 17:23 Uhr

Bewohner des Hauses legte wohl das Feuer

Der Start ins Wochenende endete für die Bewohner eines Wohnkomplexes in Hannover-Ahlem in einem Alptraum: Eine Wohnung im Haus brannte lichterloh – Feuerwehr und Rettungskräfte mussten mit einem Großaufgebot anrücken. Fünf Menschen wurden schwer, drei leicht verletzt. Dutzende Wohnungen sind durch das Feuer unbewohnbar. Ein Mieter des Hauses hat den Brand vermutlich selbst gelegt.

Schnelle Hilfe durch die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres

Dass niemand in den Flammen umgekommen ist, ist wohl nur aufmerksamen Nachbarn und der schnellen Arbeit der Rettungskräfte zu verdanken. Am frühen Morgen hatten mehrere Mieter dichten Qualm bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Als diese am Haus ankam, stand eine Wohnung im dritten Stock bereits vollständig in Flammen. 60 Bewohner mussten von den Feuerwehrleuten aus dem Bett geklingelt und in Sicherheit gebracht werden.

Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung

Der Mieter der Wohnung, in der das Feuer ausbrach, hatte sich in der Zwischenzeit nach draußen gerettet – und gestand noch vor Ort, das Feuer selbst gelegt zu haben. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen schwerer Brandstiftung gegen den Mann eingeleitet, außerdem soll ein Psychologe ihn nun untersuchen. Warum er das Feuer legte, ist derzeit völlig unklar.

Seine Tat richtete jedoch neben den Verletzten auch großen materiellen Schaden an: 37 der 110 Wohnungen sind unbewohnbar, der Schaden wird auf 750.000 Euro geschätzt. Die Mieter müssen jetzt bei Freunden und Verwandten unterkommen – und den Schock erstmal verarbeiten.