Handy raus an Unfallstellen – jeder vierte Fahrer gafft selbst

03. Mai 2015 - 10:19 Uhr

80 Prozent fordern härtere Strafen

Wenn es auf Autobahnen zu einem Unfall kommt, kracht es oft auch auf der Gegenfahrbahn. Der Grund dafür sind Gaffer, die ihre Aufmerksamkeit darauf richten, das beste Bild von der Unfallstelle zu bekommen, statt geradeaus zu schauen.

Ein Polizist schreibt die Nummernschilder der Gaffer auf.
Ein Polizist notiert sich die Nummernschilder der Gaffer.

Häufig werden dabei sogar die Helfer behindert: 2014 fiel in Hamburg eine Fünfjährige in die Elbe – die Retter schafften es kaum zum Unglücksort vorzudringen. Laut einer RTL-Umfrage fordern 80 Prozent härtere Strafen für die Gaffer – dabei gibt jeder Vierte zu, selbst schon einmal zu genau hingesehen zu haben.

Experten erklären das Gaffen mit der normalen menschlichen Neugierde – schon jetzt wird die aber bestraft. Wer erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe und einem Punkt in Flensburg rechnen. Und diejenigen, die gaffen statt zu helfen, können sogar wegen unterlassener Hilfeleistung ins Gefängnis kommen.