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"Mir war klar, am nächsten Morgen wird Hanau ein anderes Hanau sein"

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky über Terror, Hass und Wiederwahl

04. März 2021 - 17:58 Uhr

Er prägt das Hanauer Stadtbild

Seit fast 20 Jahren ist Claus Kaminsky (SPD) Oberbürgermeister der Stadt Hanau – man kennt ihn hier, er prägt das Stadtbild. Jetzt stehen Kommunalwahlen an und eigentlich wollte er nicht mehr antreten. Doch in einer Nacht hat er seine Entscheidung geändert. Es war die Terrornacht von Hanau, in der neun junge Menschen einem rechtsextremen Anschlag zum Opfer fielen. Hanau ist seitdem verändert – und Claus Kaminsky hat seinen Kampf gegen Rassismus erneut aufgenommen. Unser Politikreporter Benjamin Holler hat ihn bei seinem Wahlkampf zwischen Corona und Rassismus begleitet.

Er wird selbst Opfer von Anschlägen

Hasskommentare, verbale Angriffe, Fremde werfen Eier auf sein Wohnhaus: Claus Kaminsky wird selbst immer öfter Opfer von Hass. "Ich weiß, dass es zur Stellenbeschreibung von Politikern gehört, manches auch an heftiger Kritik ertragen zu müssen. Aber ich denke nicht, dass dies durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist", so Kaminsky. Solche Aussagen bringt er zur Anzeige. Ob er trotzdem wiedergewählt wird, wird sich am 14. März entschieden. Durchsetzen muss er sich gegen sechs Herausforderer: Jens Böhringer von der CDU, Anja Zeller von den Grünen, Jochen Dohn (Die Linke), Dr. Gerhard Stehlik, Meysam Ehtemai (AfD) und der unabhängige Kandidat Sven Zinserling.

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