Hanauer Attentäter soll aus Auto 2 Menschen erschossen haben

Polizisten gehen an einem Tatort in Kesselstadt. Foto: Dorothee Barth/dpa/Archiv
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21. Februar 2020 - 16:40 Uhr

Der mutmaßliche Attentäter Tobias R. soll während seiner Fahrt durch Hanau zwei der Todesopfer in ihren Autos erschossen haben. Das sagten Behördenvertreter am Freitag in einer Telefonkonferenz Mitgliedern des Innenausschusses des Bundestages, wie Teilnehmer berichteten. Nicht beantwortet worden sei hingegen die Frage, wann am Mittwochabend der erste Notruf bei der Polizei eingegangen sei.

Wie die Abgeordneten laut Teilnehmern der Besprechung erfuhren, hatte der Attentäter bis 2018 in München zur Untermiete gewohnt. Den Abgeordneten wurde den Angaben zufolge weiter mitgeteilt, Tobias R. sei zuletzt arbeitslos gewesen, habe wenig soziale Kontakte gehabt und bei seinen Eltern gewohnt. Dort sollen zwei Schusswaffen gefunden worden sein, eine Sig Sauer und eine Walther-Kleinkaliberwaffe. Sein Vater habe bislang nicht vernommen werden können. Wann genau die Mutter erschossen wurde, sei noch nicht geklärt.

Der 43 Jahre alte Deutsche hatte am Mittwoch im hessischen Hanau Bars angesteuert und neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Der Sportschütze soll nach Erkenntnissen der Polizei auch seine 72 Jahre alte Mutter und dann sich selbst getötet haben. Tobias R. hatte im Internet wirre Gedanken und Verschwörungstheorien sowie rassistische Ansichten geäußert.

Quelle: DPA