Hanau: Seehofer ordnet Trauerbeflaggung an

Horst Seehofer (CSU, r), Bundesinnenminister, steht am Heumarkt in unmittelbarer Nähe eines Tatorts vor den Journalisten. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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20. Februar 2020 - 15:30 Uhr

Nach dem rassistischen Anschlag in Hanau hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die Prüfung politischer Konsequenzen in Aussicht gestellt. Möglicherweise seien auch weitere Gesetzesänderungen notwendig, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Hanau. Was sich im Bereich des Rechtsextremismus zuletzt entwickelt habe, sei sehr besorgniserregend.

Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, sagte Seehofer, es deute aber alles auf ein "rassistisches Motiv" hin. Rassismus sei ein "Gift", betonte Seehofer, der am Vormittag gemeinsam mit Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) nach Hanau geflogen war.

Lambrecht versprach den Angehörigen der Getöteten Unterstützung. Sie sagte: "Wir werden alles tun, um so gut es geht, in einer solch schwierigen Situation zu helfen. So eine Tat kommt nicht aus dem Nichts", betonte Lambrecht. Es sei wichtig, dem Hass entgegen zu treten.

Seehofer ordnete Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäuden in Deutschland an.

Quelle: DPA