Hanau: Italien bekundet Trauer und verurteilt Extremismus

Luigi Di Maio, Chef der Fünf-Sterne-Bewegung, spricht während eines Interviews. Foto: Fabio Cimaglia/LaPresse via ZUMA Press/dpa/Archivbild
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20. Februar 2020 - 18:10 Uhr

Der italienische Außenminister Luigi Di Maio hat Deutschland nach der Gewalttat von Hanau sein Beileid ausgesprochen. Zugleich versicherte er in einem Tweet auf Deutsch, Italien stehe im Kampf gegen Extremismus an der Seite Berlins. Wörtlich schrieb er: "Wir fühlen mit der Regierung und dem Deutschen Volk. Italien drückt sein herzliches Beileid für die Familien der Opfer dieses schrecklichen Massakers aus." Weiter hieß es in der Mitteilung seines Ministeriums: "Mit aller Kraft verurteilen wir jede Gewalt: Wir sind zusammen im Kampf gegen Extremismus aller Art."

Regierungschef Giuseppe Conte schrieb auf Twitter in Italienisch, er sei zutiefst erschüttert. Sein Mitgefühl sei "bei den Familien der Opfer eines wahnsinnigen Hasses, der keinen Respekt für das menschliche Leben hat".

Staatspräsident Sergio Mattarella erinnerte in einem Beileidsschreiben an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an die gemeinsamen Werte der Demokratie in Europa erinnert. "Die Bundesrepublik weiß, dass sie stets auf die volle Unterstützung Italiens zählen kann, wenn es darum geht, gemeinsam und mit größter Entschlossenheit die Prinzipien von Toleranz, Respekt und Integration zu verteidigen, die das Wesen der Demokratie und das Fundament der höchsten und unumstößlichen Werte der Europäischen Union ausmachen", heißt es in dem Brief.

Bei der Tat im hessischen Hanau hatte ein Mann zehn Menschen umgebracht. Er selbst ist auch tot. Es laufen Ermittlungen wegen Terrorverdachts.

Quelle: DPA