Ist die Politik gegen rechte Gewalt nicht konsequent genug?

Hanau: Cousine eines Opfers gibt AfD die Schuld

21. Februar 2020 - 12:30 Uhr

Angehörige attackiert Steinmeier

Hatice Nazerzadeh hat ihren Cousin verloren. Er wurde beim Attentat von Hanau von Tobias R. erschossen. Für Nazerzadeh ist klar: auch die Politik ist schuldig! Deshalb richtete sie auch deutliche Worte an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Ich hätte mir gewünscht, dass sie sagen: 'sowas wie Rassismus, sowas wie AfD, das dürfen wir als Bundesregierung nicht mehr akzeptieren.'" Nazerzadeh findet, solange die AfD legal bleibe, werde sich nichts ändern.

Wie die Politik auf den Vorwurf reagiert, auf dem rechten Auge blind zu sein, gibt's im Video zu sehen.

Tobias R. tötete zehn Menschen und brachte sich dann selbst um

Der 43-jährige Tobias R. hat am Mittwochabend in Hanau zehn Menschen und sich selbst erschossen. Auch seine Mutter befindet sich unter den Opfern.

"Die Tat in Hanau ist ein eindeutig rassistisch motivierter Terroranschlag", sagte Innenminister Horst Seehofer. Er kündigte an, die Polizei solle in der Öffentlichkeit sichtbarer werden. Moscheen sollen zum Beispiel besonders geschützt werden. Auch die Präsenz an Bahnhöfen und Flughäfen werde erhöht.

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