Model wird zum Wasser-Engel

Hana Nitsche: So sexy kann Charity sein - die Story hinter DIESEM Bild

05. Oktober 2021 - 11:19 Uhr

Barbusig sammelt Hana Nitsche Wasser für einen Brunnen

Sex sells. Das weiß Hana Nitsche nur zu gut, schließlich läuft die Modelkarriere der 35-Jährige seit ihrem dritten Platz bei GNTM 2007 auf Hochtouren. Bei ihren Shootings trägt sie meist mindestens sexy Dessous, aber für eine Sache, die ihr wirklich am Herzen liegt, zeigt sie sich letzten Sommer bei Instagram oben ohne, ihre blanke Brust notdürftig bedeckt von einem Wasserglas. Und zwar für einen guten Zweck: einen Brunnen, der in Jattaba, Gambia Menschen mit sauberem Wasser versorgen soll. Im Interview erzählt sie uns, wie es steht um ihr Herzensprojekt und warum sie diesen drastischen Schritt bei Instagram gewählt hat.

Vom Model zur Aktivistin: Hana Nitsche engagiert sich

Hana Nitsche hat ihr Glück gefunden. Sie lebt mittlerweile in Kalifornien, ist verheiratet mit Chris Welch und genießt in ihrer neuen Heimat das Mutterglück mit ihrem dreijährigen Töchterchen Aliya Frances. Dort hat sie unser Reporter Frank Fastner getroffen, am traumhaften Laguna Beach.

Hana Nitsche ist es gewohnt, an solch schönen Orten zu posieren, für Fotostrecken in Hochglanzmagazinen an exotische Orte zu reisen. Doch als Model hat sie bei Shootings rund um die Welt nicht nur das Glamourleben und die schönen Seiten unseres Planeten gesehen, sondern auch die Umweltverschmutzung, an der auch die Modebranche nicht unbeteiligt ist. Und vor allem die Armut der Menschen. Menschen, die Tagesmärsche absolvieren müssen, um notdürftige ärztliche Versorgung zu erreichen.

"Wir vergessen so schnell, dass wir so viel haben", meint Hana Nitsche bei unserem Interview nachdenklich. "Man shootet in einer tollen Location und fährt dann an den Slums vorbei, wo die Menschen nicht so viel haben und Müll von der Straße aufheben." Für Hana Nitsche war klar, dass sie etwas tun muss.

Kampf mit dem Klischee: von GNTM zur Charity

Vom Model zur Aktivistin, das ist für Hana Nitsche kein Widerspruch. "Gerade weil man Einfluss hat, sollte man ihn auch gut nutzen", erklärt Hana Nitsche ihre Motivation, sich zu engagieren. Am Beach umspült das Wasser des Pazifischen Ozeans ihre Füße. Doch Hana ist sich bewusst, dass es nur für Menschen in Wohlstandsländern eine Selbstverständlichkeit ist, "einfach den Hahn aufzudrehen und sauberes Wasser zu haben, während andere Menschen kilometerweit laufen müssen, um ihren Krug mit schmutzigem Wasser zu füllen", wie es Hana Nitsche zusammenfasst.

"Gerade als Mutter bewegen mich solche Themen", sagt die 35-Jährige nachdenklich. Ihr Mann Chris Welch unterstützt ihr Engagement, auch wenn seine Frau dafür mal fast nackt in der Küche posiert: "Ich glaub, der findet es gut, wenn ich das, was mir Gott gegeben hat, für etwas Gutes nutze." (mzi)