Hamilton flott, aber heiß unterwegs - Vettel schlägt Rosberg

Sebastian Vettel hat sich im 2. Freien Training zum Spanien-GP zwischen das Mercedes-Duo geschoben.
Sebastian Vettel hat sich im 2. Freien Training zum Spanien-GP zwischen das Mercedes-Duo geschoben.
© Getty Images, Bongarts

08. Mai 2015 - 16:22 Uhr

Eigentlich wollte Ferrari zum Gegenschlag ausholen, doch die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 bleiben beim Großen Preis von Spanien zunächst einmal die alten: Mercedes fährt vorneweg. Einziges Manko aus Sicht der Silberpfeile: Bei Nico Rosberg läuft noch nicht alles rund.

Während Lewis Hamilton im 2. Freien Training in 1:26,852 Minuten die schnellste Zeit hinlegte, hatte sein Teamkollege vor den Toren Barcelonas mit technischen Problemen zu kämpfen. Beim Runterschalten hakten die Gänge, meldete der WM-Zweite, der in der ersten Session noch vor Hamilton gelandet war. Die Konsequenz: Rosberg fehlten fast acht Zehntel auf die Spitzenzeit - und damit reichte es noch nicht einmal zum 2. Platz.

Sebastian Vettel, der wie fast alle Fahrer mit einem stark überarbeiteten Auto auf dem Circuit de Catalunya unterwegs ist, schob sich zwischen die Silberpfeile. Der Ferrari-Mann lag am Freitagnachmittag zwar noch 0,4 Sekunden hinter Hamilton, das war aber ein großer Fortschritt im Vergleich zum 1. Freien Training, in dem der Abstand noch fast eine Sekunde betragen hatte. Als Vierter unterstrich Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen, dass die Männer in Rot auch in Spanien die zweite Kraft hinter dem Werksteam sind.

Heißer Po für Hamilton, Hülkenberg ohne Grip

Was am Kommandostand von Ferrari ebenfalls zufrieden zur Kenntnis genommen werden kann, ist der Blick auf die Longruns, in denen Vettels und Räikkönens Abstände auf Hamilton nicht so groß sind wie auf der schnellen Runde - und die Sitze sind offenbar bedeutend kühler. "Ich muss reinkommen. Mein Sitz ist zu heiß", meldete Hamilton in der Rennsimulation.

Von solchen Problemen kann Nico Hülkenberg nur träumen. Für den dritten Deutschen reichte nur zu einem enttäuschenden 15. Platz. "Das ist so langsam. Ich habe überhaupt keinen Grip", funkte Hülkenberg zwischendurch an die Box von Force India. Wenige Meter weiter im Motordrome hinterließ vor allem Jenson Button zufriedene Gesichter. Im frisch lackierten McLaren reichte es für den Weltmeister von 2009 zur siebtschnellsten Zeit, sein Stallgefährte Fernando Alonso beendete die zweite Session auf Rang 11.

Eine kleine Schrecksekunde erlebte Romain Grosjean: Dem Lotus-Piloten war während der Fahrt die komplette Motorenabdeckung um die Ohren geflogen. Passiert ist nichts, der Franzose beendete den Freitag auf Platz 12. Am Ende des Feldes rangierten einmal mehr Will Stevens und Roberto Merhi, die im unterlegenen Manor-Marussia auch in Spanien mal wieder ihr eigenes Rennen fahren werden.